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BUNDESVERBAND DEUTSCHER STUNTLEUTE:

BvS zeigt Politik Nachbesserungsbedarf in Sachen Rentenversicherung auf

Der Bundesverband deutscher Stuntleute BvS e.V. kontaktiert im Vorfeld der Bundestagswahl Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien. Mit der Aktion möchte der Verband auf Mängel in der Bewertung der Status von Selbstständigen bei der Deutschen Rentenversicherung am Beispiel von Stuntwomen und Stuntmen aufmerksam machen. Nach Ansicht des BvS besteht hier erheblicher Nachbesserungsbedarf. Der BVFK begrüßt die Initiative.

Wortlaut der Pressemitteilung:

PRESSEMITTEILUNG

BvS STUNT SHOW: Stuntleute zeigen Politikern Mängel auf

Verbandsinitiative vor der Bundestagswahl - Brandbrief an Politiker/Veränderte Entscheidungspraxis der Deutschen Rentenversicherung bei Statusfeststellung von Selbständigen.

Berlin, 18.07.2017

Der Bundesverband deutscher Stuntleute BvS e.V. schreibt im Vorfeld der Bundestagswahl Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien an und zeigt Mängel in der Bewertung der Status von Selbständigen der Deutschen Rentenversicherung, am Beispiel von Stuntwomen und Stuntmen auf.

Der BvS appelliert an die Politik, sich für eine sozial gerechte Entscheidungspraxis der Deutschen Rentenversicherung bei der Klärung des sozialrechtlichen Status von Selbständigen einzusetzen.

Stuntwomen und Stuntman, bisher regelmäßig als Selbständige eingestuft, sehen sich seit einem Jahr einer entgegengesetzten Beurteilung ihrer Tätigkeit durch die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung ausgesetzt. Dies führt zu einer großen Rechtsunsicherheit, zur Benachteiligung kleiner Unternehmen und SoloSelbständiger, fördert die Auftragsvergabe an ausländische Unternehmen und führt letztlich zu tageweise Angestellten ohne soziale Absicherung. Wie uns Stuntwomen und Stuntmen geht es vielen anderen Spezialisten.

Der Bundesverband deutscher Stuntleute e.V. hat deshalb die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles und Vertreter aller Parteien, die im Bundestag vertreten und in entsprechenden Arbeitsgruppen tätig sind, angeschrieben und auf Mängel hingewiesen.

Diese zu beheben sei Aufgabe der jetzt oder nach der Bundestagswahl 2017 im Bundestag vertretenen Volksvertreter. René Lay, Geschäftsführer des BvS e.V.: „Wir sind ausdrücklich für die Bekämpfung von Scheinselbständigkeit, bei der Eigentlich-Angestellte mit unfairen Honoraren und ohne die Sicherheiten eines Angestelltenverhältnisses Tag für Tag in Unternehmen eingesetzt werden. Aber für uns Spezialisten, die nur tageweise in unterschiedlichen Projekten zumEinsatz kommen, passt dieser Anzug nicht. Wir dürften dann zwar in die sozialen Sicherungssysteme einzahlen, würden aber kaum Leistungen aus ihnen erhalten. Viele beruflich bedingte Arbeitsmittel sowie aufwändige Trainings wären als tageweise angestellte Arbeitnehmer nicht mehr zu finanzieren.“

Der Bundesverband deutscher Stuntleute fordert deshalb die Politik auf, auf eine Entscheidungspraxis der DRV hinzuwirken, welche die soziale Absicherung der Menschen verbessert und nicht verschlechtert.

Der BvS e.V., 2007 gegründet, ist die Interessenvertretung der in Deutschland professionell arbeitenden Stuntleute und vertritt Stuntmen/ Stuntwomen, Stunt Coordinator, Fight Choreographer, Horse Master, Precision Driver, Stunt Rescue Diver, Stunt Rigger und 2nd Unit Director.

Die Mitglieder des BvS e.V. arbeiten in Film-, Fernseh-, Werbe-, Foto-, Musik-, oder Theaterproduktionen und viele sind als Künstler über die Künstlersozialkasse in der gesetzliche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung abgesichert.