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MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Mitgliederversammlung  der „VRFF-Betriebsgruppe Freie Produktionswirtschaft“

Am Sonntag, den 8. August 2021, fand in München in den Räumlichkeiten der Bavaria die Mitgliederversammlung  der „VRFF-Betriebsgruppe Freie Produktionswirtschaft“ statt. Obwohl der Termin  aufgrund der Sommerferien ungünstig lag, musste er eingehalten werden, da für die Delegiertenversammlung der VRFF die Kandidaten bestätigt werden mussten. Vor allem aber, weil die amtierende Vorsitzende Inge Kuhnert nach den Rücktritten des bisherigen Vorsitzenden Roland Kuhne und seines Stellvertreter Niko Macoulis im Frühjahr diese Funktion nur kommissarisch und interimsmäßig ausgeführt hatte.

Unter der Sitzungsleitung des Bundesvorsitzenden der VRFF Ulrich Eichbladt wurde im ersten Teil der Versammlung versucht, den Mitgliedern den Zwist innerhalb des alten Vorstandes zu erklären. Das geschah in sachlicher ehrlicher Form und obwohl die Stimmung der anwesenden Mitglieder für eine saubere Zäsur mit Blick nach vorn sprach, wurden Vorstand und Kassierer aus eigenem Vorschlag heraus nicht entlastet.  Zu viele Unstimmigkeiten sind noch aufzuarbeiten.

Im 2. Teil der Versammlung standen die Neuwahl der Vorsitzenden, deren Vertreter und eines/r Beisitzers/in an: Inge Kuhnert wird ihr bislang kommissarisch geführtes Amt als ordentliche Vorsitzende fortführen können und wurde ohne Gegenstimme gewählt. Als Vertreter der Vorsitzenden wählten die Teilnehmenden ohne Gegenstimme  den BVFK-Vorsitzenden Frank Trautmann. Darüber hinaus wurde ebenfalls als Beisitzerin Katrin Suhren einstimmig in Abwesenheit gewählt.

Für den Kassenwart Matthias Zscheile und den Beisitzer Michael Neubauer stand keine Neuwahl an, sie bleiben im Amt. Die stimmberechtigten Teilnehmer beliefen sich auf 14 Personen.

Der Vorstand verfügt  nun wieder über 5 Mitglieder. Mittelfristig soll die Zahl der Beisitzer auf 4 erhöht werden, sodass der Vorstand dann aus 7 Mitgliedern bestehen könnte. Voraussetzung dafür sind natürlich Personen, die sich entsprechend engagieren wollen.

Am Ende der MV standen die Themen der Zukunft auf der Tagesordnung.

Dabei ging es um eine Neuausrichtung der Organisationsstruktur. Die Mitglieder müssen transparent mitverfolgen können, was gemacht wird und wie die jeweilige Zielrichtung aussieht. Die Betriebsgruppe wird sich in den bundesweiten Medienstandorten regional mit festen Ansprechpersonen organisieren. Regelmäßige digitale „Sprechstunden“ sind geplant.

Die Kommunikation nach innen und außen soll deutlich verbessert werden. Dazu könnte es unter Umständen nötig sein, auf externe Fachkräfte zurückzugreifen, so dass die Betriebsgruppe in ihrer Wahrnehmung nach außen deutlich zugewinnt.

Die Honorarentwicklung nach unten muss in allen Bereichen unterbunden werden. Dazu dienen neben der abschließenden Entwicklung des Tarifvertrags Gesprächsangebote mit Sendern und Produzenten. Auch andere Betriebsgruppen müssen mit in die Gespräche einbezogen werden. Es fehlt eine profunde Übersicht über die unterschiedlichen Tätigkeitsformen bei den Sendern.

Parallel dazu ist die Statusfrage bei diesen Beschäftigungen zu klären und so zu gestalten, dass auch selbstständig Tätige mit in die Honorarstruktur eingebunden werden. Das Dumping muss ein Ende finden. Gerade bei dem permanenten Wehklagen über mangelnde Fachkräfte  ist es wichtig, dass die Berufe bei Film & Fernsehen von der Einkommensseite her attraktiver gemacht werden.

Bei aller Euphorie für den nötigen Schritt nach vorne hat der neue Vorstand darauf hingewiesen, dass für diese ehrgeizige Agenda die Unterstützung von engagierten Mitgliedern nötig sein wird. Ohne diese Hilfe wird das Projekt VRFF-Freie nicht erfolgreich sein.

Der BVFK-Vorstand begrüßt es, dass Frank Trautmann sich dieser Aufgabe stellt. Die Ziele decken sich mit der Agenda des BVFK und es ist politisch wichtig bei der Gestaltung eines neuen Tarifvertrags sichtbar zu sein. Wir gratulieren zur Wahl und wünschen viel Erfolg bei der anstehenden Arbeit.