Die Gründe der Trennung von der VRFF – Betriebsgruppe FREIE 6.12.2024 Liebe Mitglieder,
wie Ihr vielleicht wisst, endet unser Kooperationsvertrag mit der Mediengewerkschaft VRFF zum Jahresende 2024. Viele von Euch haben nach den Hintergründen gefragt, und wir möchten euch hier intern ausführlich darüber informieren. Die Idee hinter der Kooperation Die Zusammenarbeit mit der VRFF hatte ursprünglich viel Potenzial. Die Gewerkschaft ist seit Jahrzehnten etabliert, bietet ihren Betriebsgruppen große Eigenständigkeit und konnte uns durch ihre Strukturen gezielt unterstützen. Im Jahr 2019 waren wir Mitinitiator der Betriebsgruppe „Freie Produktionswirtschaft“ und haben daraufhin den Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser Vertrag sicherte uns Unterstützung bei Projekten wie Honorarverhandlungen und gemeinsamen Vergütungsregeln. Gleichzeitig waren wir verpflichtet, auch die Interessen anderer VRFF-Mitglieder zu berücksichtigen. Es war eine Win-Win-Situation, von der wir als Berufsverband aber auch die VRFF von uns stark profitiert haben. Besonders positiv war auch die breite Vernetzung der VRFF mit den anderen Verbänden, die uns half, in der Branche präsenter und besser vernetzt zu sein. Durch diese Zusammenarbeit hat sich das Standing des BVFK in der Branche enorm gesteigert, insbesondere in den Bereichen Honorarentwicklung, Sozialstatus von selbstständig Tätigen sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Nach der Wahl von Frank Trautmann in den Vorstand der VRFF-Betriebsgruppe im Jahr 2022 wurde das noch deutlicher. Warum nun die Trennung? Die Entscheidung, mit einer Gewerkschaft zu kooperieren, fiel 2018 durch ein klares Votum der Mitgliederversammlung. Unser Ziel war es, uns als Berufsverband mit gewerkschaftlicher Unterstützung zu positionieren. Nachdem Verdi uns damals eine Absage erteilt hatte, bot sich die VRFF als Partner an. Leider änderten sich im Frühjahr 2024 die Schwerpunkte innerhalb der VRFF. Während wir uns immer für die Belange von Freiberuflern und selbständigen Kameraleuten eingesetzt haben, verstärkten sich im VRFF-Vorstand die Stimmen, die diesen Fokus nicht mehr mittragen wollten. Im April 2024 eskalierten die Konflikte. Unter fragwürdigen Umständen wurde Frank Trautmann als stellvertretender Vorsitzender der VRFF-Betriebsgruppe abgesetzt. Auch für Jörg Geißler, damals Betriebsgruppenvorsitzender, BVK-Mitglied und langjähriger Mitstreiter wurde es immer schwieriger, sich innerhalb des VRFF-Vorstands durchzusetzen. Trotz intensiver Gespräche und Versuche, die Situation zu verbessern, entschieden sich schließlich die Berufsverbände aufgrund des vertragsbrüchigen Verhaltens des VRFF-Vorstands, die Kooperation zu beenden. Der BVFK wollte allerdings über die strittigen Punkte weiter im Dialog bleiben und bis zur Klärung die Beiträge nur aussetzen. Der Vorstand der VRFF-Betriebsgruppe blieb aber auf all unsere Eingaben hin sprachlos und kündigte schließlich den Vertrag ohne Angabe von Gründen zum 31.12.24. Damit endet eine produktive, aber zuletzt schwierige und leider inzwischen aussichtslose Partnerschaft. Was bedeutet das für uns? Zum Jahresende verlieren wir die mit der VRFF verbundenen Vorteile, wie den Presseausweis oder die Vorteile der Servicewelt des Deutschen Beamtenbund (DBB). Wir arbeiten aber bereits an einer neuen Kooperation. Unser Ziel ist eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV). Der DJV passt in vielerlei Hinsicht zu uns, da viele von uns im journalistischen Bereich tätig sind. Die ersten Verhandlungen verlaufen vielversprechend: Die Interessen von Fernsehkameraleuten werden ernst genommen, und der geplante Vertrag wird für den BVFK kostenneutral sein. Es wird aber voraussichtlich bis Juni 2025 dauern, bis die notwendigen Gremienentscheidungen getroffen sind. Wir sind zuversichtlich, dass diese Partnerschaft eine starke Grundlage für die Zukunft des BVFK bildet. Vielen Dank für Euer Vertrauen und Eure Geduld. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Euch die kommenden Herausforderungen zu meistern Herzliche Grüße Euer BVFK
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