KI im Fernsehen: Zwischen Innovation, Verantwortung und professioneller Kompetenz ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­
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BVFK Newsletter – 18. September,ber 2026
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BVFK-Newsletter
18.09.2026

KI im Fernsehen: Zwischen Innovation, Verantwortung und professioneller Kompetenz


Liebe Mitglieder,

als erstes möchten wir auf eine aktuelle und wichtige Veranstaltung am 30.09.26 hinweisen:
Unseren Techday Cologne!
Dazu später mehr!

Künstliche Intelligenz ist längst im Fernsehprogramm angekommen. Was bisher häufig als technische Zukunftsvision diskutiert wurde, wird inzwischen ganz konkret Teil der täglichen Produktion und Ausstrahlung.
Das zeigt aktuell besonders deutlich ein Beispiel bei RTL: Der Sender hat gemeinsam mit Constantin Entertainment bestehende Folgen von „Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“ mithilfe generativer KI verändert und daraus neue Folgen entwickelt. Nach Angaben von RTL wurden dabei unter anderem Figuren, Handlungsverläufe und Urteile verändert; eingesetzt wurden unter anderem Bildbearbeitung, Sprachsynthese und Lipsync. RTL bezeichnet das Projekt als ersten konkreten Schritt der Initiative „RTL bringt KI on Air“. (RTL Medien)
Für uns als Berufsverband geht es dabei nicht um die technische Entwicklung. Entscheidend sind die Fragen, die dahinterstehen: Wem gehören die ursprünglichen Bilder und Aufnahmen? Welche Nutzungsrechte liegen vor? Was bedeutet die nachträgliche Veränderung bereits produzierten Materials für Urheber, Darstellerinnen und Darsteller und weitere Beteiligte? Wie werden solche Eingriffe vergütet und wie transparent wird der Einsatz von KI gegenüber Publikum und Beteiligten gemacht?
RTL erklärt seinerseits, die notwendigen Rechte mit den beteiligten Talents geklärt zu haben und die Folgen redaktionell sowie juristisch zu prüfen. Gerade deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen und die Entwicklung kritisch und fachlich zu begleiten.
KI verändert nicht nur die Produktion – sondern auch unser Berufsbild
Für den BVFK ist das ein weiterer Beleg dafür, dass wir uns mit KI nicht erst beschäftigen dürfen, wenn die Veränderungen bereits zum Produktionsalltag geworden sind.
KI kann ein mächtiges Werkzeug für Kameraleute und Bildgestalter sein. Sie kann bei Konzeption, Visualisierung, Preproduction, Postproduktion und zahlreichen anderen Arbeitsschritten eingesetzt werden. Gleichzeitig entstehen neue rechtliche und ethische Fragen, die nicht nebenbei beantwortet werden können.
Genau deshalb hat der BVFK bereits vor längerer Zeit begonnen, entsprechende Qualifikationen und Weiterbildungsangebote zu entwickeln.
Mit dem „AI Cine Creator“ hat der BVFK eine Zusatzqualifikation geschaffen, die klassische filmische Kompetenz mit KI-Kompetenz verbindet. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die technischen Möglichkeiten von KI, sondern auch Bildgestaltung, Dramaturgie, Qualitätssicherung sowie die rechtlichen Grundlagen. Dazu gehören unter anderem Urheber-, Medien- und Vertragsrecht, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte sowie Fragen der Kennzeichnung und Transparenz.
Denn gerade angesichts aktueller Entwicklungen zeigt sich: Wer KI professionell einsetzen will, muss nicht nur wissen, was technisch möglich ist. Er oder sie muss auch wissen, was rechtlich zulässig ist, welche Rechte betroffen sind und welche Verantwortung mit dem Einsatz solcher Werkzeuge verbunden ist.
AI Cine Creator: Qualifikation mit zusätzlichem Mehrwert
Der AI Cine Creator steht dabei ausdrücklich nicht für eine Ablösung des klassischen Kameraberufs. Die Qualifikation baut auf der professionellen Bildgestaltung auf und versteht KI als zusätzliches Werkzeug.
Neu ist jetzt ein weiterer konkreter Vorteil für unsere qualifizierten Mitglieder:
Der BVFK wird für Mitglieder, die die Qualifikation zum AI Cine Creator erworben haben, eine eigene Präsentationsseite im Internet schaffen. Dort können sie ihre Kenntnisse und ihr Leistungsangebot darstellen.
Damit entsteht zugleich eine Such- und Kontaktmöglichkeit für Auftraggeber: Wer gezielt nach Kameraleuten mit zusätzlicher KI-Kompetenz sucht, soll künftig entsprechende qualifizierte BVFK-Mitglieder finden können.
Die Qualifikation wird damit nicht nur zum Nachweis erworbener Kenntnisse, sondern kann auch bei der eigenen Positionierung am Markt helfen.
Das ist genau der Ansatz, den wir als Berufsverband verfolgen: Wir wollen nicht abwarten, wie sich die Technologie auf unseren Beruf auswirkt, sondern unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, die Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Wer sich für die AI-Cine-Creator-Qualifikation interessiert, sollte sich deshalb bei der Geschäftsstelle informieren.
Mehr Informationen zur BVFK-Qualifikation „AI Cine Creator“

In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf den BVFK-Urheber-Check hinweisen, bei dem Ihr Euch kostenlos Klarheit über Eure individuellen Ansprüche geben lassen könnt – einschließlich juristischer Beratung.
KI ist auch Thema auf der LEaT con
Wie stark das Thema inzwischen die gesamte Medien- und Veranstaltungstechnik beschäftigt, zeigt auch die diesjährige LEaT con in Hamburg.
Der BVFK ist vom 6. bis 8. Oktober mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten. Auch KI und die damit verbundenen Veränderungen für unseren Berufsstand werden dort eine wichtige Rolle spielen.
Frank Trautmann wird als 1. Vorsitzender des BVFK an einem Panel zum Thema KI teilnehmen und dabei insbesondere die Perspektive der professionellen Bildgestaltung und des Kameraberufs einbringen.
Die LEaT con bietet damit eine gute Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern mit Kolleginnen und Kollegen, Herstellern und anderen Fachleuten unmittelbar ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr erstmals in drei Hallen der Hamburger Messe statt und bündelt unter anderem die Bereiche Broadcast, Live Tech, Stage Tech und weitere Experience-Technologien. (Film + TV Kamera)
BVFK auf der LEaT con 2026
Rückblick auf die IBC 2026 in Amsterdam
Vom 11. bis 12. September war der BVFK auf der IBC in Amsterdam vertreten. Die zwei Messetage waren geprägt von zahlreichen Gesprächen mit bestehenden Kooperationspartnern und potenziellen neuen Partnern.

Im Mittelpunkt standen insbesondere die weitere Vorbereitung der Hamburg Open, die Beteiligung von Herstellern und technischen Partnern sowie die Zusammenarbeit rund um den Tech Day Cologne.
Zu den Gesprächspartnern gehörten unter anderem:
- SONY
- CVP
- Nikon
- ARRI/Riedel
- Moby Tec
- ROSCO
- Godox/Transcontinenta
- CANON
- SIGMA
- LIT Systems

Auch mit der Messeleitung der Hamburg Open sowie mit Uwe Agnes von „Film & TV Kamera“ wurden Gespräche geführt.

Viele neue Impulse für die Hamburg Open
Besonders erfreulich war die große Resonanz auf unsere Aktivitäten rund um die Hamburg Open. Mit mehreren Herstellern und technischen Partnern konnten konkrete Beteiligungen und Programmpunkte besprochen beziehungsweise weiterentwickelt werden.
So sind unter anderem Beiträge von SONY, CANON, Godox, Moby Tec und SIGMA im weiteren Programmprozess. Auch neue Kontakte, beispielsweise zu LIT-Systems aus Schweden, eröffnen interessante Perspektiven für zukünftige Kooperationen.
Natürlich können wir heute noch nicht alle Gespräche und Planungen als endgültig abgeschlossen melden. Aber die IBC hat deutlich gezeigt, dass die Hamburg Open bei Herstellern und technischen Partnern auf großes Interesse stößt.
Für den BVFK ist das eine erfreuliche Entwicklung. Denn die Hamburg Open bieten uns die Möglichkeit, nicht nur als Besucher aufzutreten, sondern unseren Mitgliedern fachliche Inhalte, technische Entwicklungen und direkte Kontakte zu wichtigen Unternehmen der Branche zu vermitteln.Jetzt schon vormerken: Tech Day Cologne am 30. September
Und genau hier schließt sich der Kreis zur nächsten wichtigen Veranstaltung:
Am 30. September findet der BVFK Tech Day Cologne bei Mediatec statt.
Der Tech Day ist für uns weit mehr als eine reine Technikveranstaltung. Wir wollen gemeinsam mit Herstellern, technischen Partnern und Kolleginnen und Kollegen aktuelle Entwicklungen kennenlernen, diskutieren und ausprobieren.

Gerade im Hinblick auf die rasante technische Entwicklung und die Veränderungen durch KI ist der direkte Austausch mit den Herstellern und anderen Fachleuten wichtiger denn je.
Wir möchten deshalb alle Mitglieder und alle interessierten Kolleginnen und Kollegen ausdrücklich einladen, nach Köln zu kommen.
Nutzt die Gelegenheit, Euch über aktuelle Technik zu informieren, Kontakte zu knüpfen und mit uns über die Entwicklungen zu sprechen, die unseren Berufsalltag bereits heute verändern.
Alle Informationen und Anmeldung zum Tech Day Cologne
Wir freuen uns auf Euch in Köln!Rentenpflicht für Selbstständige?
Zum Schluss möchten wir noch einmal auf die BAGSV (Bundesarbeitsgemeinschaft der Selbstständigenverbände aufmerksam machen, an der wir mitgewirkt haben.
Hier könnt Ihr mitzeichnen, wenn Ihr möchtet.Die vergangenen Wochen haben damit einmal mehr gezeigt, wie eng technische Entwicklung, rechtliche Fragen und unser Berufsbild inzwischen miteinander verbunden sind.
KI verändert Produktionsprozesse. Neue Technologien verändern unsere Arbeitsweise. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Qualifikation, Verantwortung und rechtliche Kompetenz.

Als Berufsverband wollen wir diese Entwicklung nicht nur beobachten. Wir wollen sie mitgestalten – und unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, vorne mit dabei zu sein.

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Euer BVFK






Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V. (BVFK)
Geschäftsführender Vorstand:

Frank Trautmann, Alexander Franz, Jens Schade
Kantstr. 152, 10623 Berlin, Telefon +49-30-208 47 64 50
– www.bvfk.tv -- info@bvfk.tv

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