Frohe Weihnachten!

News vom 22.12.2016

Liebe Mitglieder und Interessenten des BVFK,

ein anstrengendes und arbeitsames, aber sehr erfolgreiches Jahr geht zu Ende.

Schwerpunkte unserer Arbeit

Wir haben in vielen Bereichen intensiv gearbeitet. Im Sinne unseres Arbeitsschwerpunktes „Honorare“ haben wir Honorarstandards erarbeitet und herausgegeben, die nicht die schwierige Marktsituation wiedergeben, sondern fundiert belegen, wie es sein müsste – und dadurch eine Handreichung sind, um zu besseren Honoraren zu kommen. 

Wer oder was ist eigentlich ein Kameramann/eine Kamerafrau? Diese scheinbar triviale Frage zu beantworten hat Konsequenzen für unsere politische Arbeit als Kameraleute, aber auch als Berufsverband. Deswegen haben wir die bisherige Arbeit zusammengeführt und ein einheitliches Berufsbild erarbeitet.

Es hilft uns, unseren Beruf zu definieren und abzugrenzen. Es hilft bei den Sozialstatusfragen, bei den Urheber- und Leistungsschutzrechten, bei der Zertifizierung, bei Aus-/Weiterbildung und der Anerkennung der Fachkunde nach dem Arbeitsschutzgesetz bei den Berufsgenossenschaften. Und es dient als Grundlage für Gespräche mit Politik und Verwaltung, so mit der Deutschen Rentenversicherung, um eine Verbesserung unserer Situation unter anderem beim Sozialstatus zu erreichen.

Das machen wir zusammen mit mehreren anderen Berufsverbänden aus dem Film- und Fernsehbereich. Unter der Federführung des BVFK und dem BFS (Bundesverband Filmschnitt Editor e.V.) fanden Synergietage statt mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten zu finden und unsere Arbeit zu bündeln. Einheitliche Berufsbilder und die geplanten Gespräche mit der Rentenversicherung sind Ergebnisse dieser auch ansonsten erfolgreichen und motivierenden Veranstaltung.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Stärkung unserer politischen Arbeit und Sichtbarkeit. Hier konnten wir uns in Diskussionsprozesse im Arbeitsministerium und in das Gesetzgebungsverfahren zu Werkverträgen und Scheinselbständigkeit einbringen. Natürlich schreibt uns keiner neue Gesetze auf den Leib, aber überhaupt wahrgenommen und gehört zu werden ist ein großer Erfolg.

In diesem Zusammenhang steht auch die Schaffung des neuen Ressorts Soziales. Hier erarbeiten wir derzeit unsere Position zur Frage der verpflichtenden Rentenversicherung für Selbständige, das ein großes Thema im kommenden Wahlkampf und in der folgenden Legislaturperiode sein wird.

Unser erster E-Kamerakongress in Hamburg war ein großer Erfolg. Ziel war hier, E-Kameraleute zusammenzubringen, sich auszutauschen, zu informieren und Solidarität zu stärken. Weitere Kongresse dieser Art werden folgen (z.B. schon am 10.01.2017 in Berlin).

In Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft haben wir uns beim Thema Arbeitssicherheit eingebracht und konnten die Position von Kameraleuten innerhalb des Teams deutlich aufwerten.

In der Folge haben wir auch unsere Zertifizierungsordnung überarbeitet, sie gilt ab 2017. Weitere Informationen dazu folgen. Der Zertifizierungsturnus ist nun vierteljährig, die Kandidatinnen und Kandidaten bekommen so ihr Zertifikat schneller. Sie müssen das Leitbild anerkennen, insbesondere den Passus, wirtschaftlich vernünftige Kalkulationen durchzuführen. Der Nachweis über Weiterqualifikationen innerhalb von drei Jahren ist eine „kann“-Bestimmung geworden. Sie ist gegebenenfalls nachzuweisen. Weiterbildungen sind aber weiterhin Voraussetzung.

Die Grundlage zur Zertifizierung ist das Berufsbild des BVFK.

Bei der Frage der Beteiligung von Urhebern am Erlös ihrer Arbeit – Stichwort Wiederholungshonorar – haben wir uns in die laufenden Verhandlungen eingebracht, und es ist uns der Schulterschluss mit dem BVK  gelungen unter dem Motto: „Wir alle sind Kameraleute!“ – egal, ob wir nun Spielfilme drehen, EB- oder Sportbilder verantworten.

Unser Dachverband „Die Filmschaffenden" hat eine wissenschaftliche Studie zur Arbeitssituation in unserer Branche erarbeitet und erste Zahlen vorgelegt. Offiziell vorgestellt wird sie im Februar zur Berlinale.

Für unsere Infotreffen und Symposien gibt es jetzt ein zentrales Veranstaltungsmanagement mit regelmäßigen regionalen Infotreffen. Dadurch können wir unsere Mitglieder und Interessenten regelmäßiger und besser zu berufsrelevanten Themen auf dem Laufenden halten.

Last but not least haben wir drei neue Fördermitglieder gewinnen können: Faderlux, die Pensionskasse Rundfunk und Rosco (Infos zu diesen findet Ihr unter den Förderer-Links immer rechts auf unserer Website) .

Ausblick für 2017

Das Thema Honorare werden wir weiterhin intensiv bearbeiten. Im Hinblick auf die Honorarinitiative sind weitere Aktionen geplant, über die wir Euch rechtzeitig auf dem Laufenden halten werden.

Weiterhin suchen wir in dieser Frage Gespräche und Allianzen auch mit den Produzenten. Letztlich sitzen wir alle in einem Boot!

Das zentrale Thema nächstes Jahr wird die Alterssicherung für Kameraleute und -assistenten/-innen. Hier gibt es viel zu tun! Wir können nicht zulassen, dass ein ganzer Berufsstand von Altersarmut bedroht ist. Voraussetzung für Absicherung im Alter sind aber auch gute Honorare heute. 

Termine für 2017

Neben unseren zahlreichen regionalen Veranstaltungen sind wir wieder auf der Berlinale präsent (11. Februar 2017).

Am 24. Mai findet unsere Mitgliederversammlung in Köln statt. Dort wird auch neu gewählt. Save the date! 

Im Juni findet unsere mehrtägige Klausurtagung statt. Neben dem erweiterten Vorstand sind neuerdings auch alle interessierten Mitglieder dazu eingeladen. Infos folgen – meldet Euch rechtzeitig, denn die Plätze sind begrenzt!

Wir wünschen Euch allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2017.

Für den BVFK

Frank Trautmann
1. Vorsitzender

Bernhard Beutler
2. Vorsitzender

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