Benutzerfreundlich und praxisnah die eigene Tagesgage kalkulieren –
Der BVFK-Kalkulator hilft!

News vom 30.11.2017

 

Liebe Mitglieder, Kolleginnen, Kollegen und Interessierte des BVFK,

wie kalkuliere ich mein Honorar? Was muss ich veranschlagen, um nicht nur kostendeckend zu arbeiten, sondern dass am Ende auch für mich noch etwas rumkommt?

Um diese Fragen zu beantworten, gibt es eine neue Hilfestellung: den BVFK-Kalkulator. Nach seinem Start auf der BVFK-Homepage zieht der Vorstand eine erste positive Bilanz: Von dem Angebot wird reger Gebrauch gemacht. Damit gibt der BVFK Kameraleuten eine gleichermaßen benutzerfreundliche wie auch praxisnahe Kalkulationshilfe an die Hand.

Ihr findet den Kalkulator unter http://kalkulator.bvfk.tv/ und auf unserer BVFK Startseite oben als Button-Link. Zu allen Positionen wie mögliche Arbeitstage, absetzbare und nicht absetzbare Kosten, Steuern, frei verfügbares Einkommen, betriebliche Absicherung und Gewinn könnt Ihr Eure individuellen Werte eingeben und Euer individuelles Kalkulationsprofil erstellen und speichern. Ihr ermittelt damit, welches Honorar Ihr verlangen solltet, um kostendeckend zu arbeiten, Euch ausreichend abzusichern und dabei auch noch etwas zu verdienen. Die Voreinstellungen bieten nur eine Grundlage an, alle Parameter sind veränderbar. Man wird jedoch gewarnt, sobald ein unrealistischer Wert ausgewählt wird.

Wir möchten darauf verweisen, dass dies – wie auch unsere Honorarstandards – nur Empfehlungen sein können. Die meisten von uns sind Selbstständige, und die Frage, welches Honorar er oder sie wem in Rechnung stellt, muss sich letztlich jede/r selbst beantworten.

Mit dem Kalkulator hat nun ein von und für uns lange und gut gehegtes „Baby“ das Licht der Welt erblickt, von dem wir hoffen, dass es Euch bei der Ermittlung der erforderlichen Honorarsätze Hilfe und Orientierung bieten kann. In jedem Falle ist er großer und wichtiger Baustein in unserem Argumentationsgebäude für die Sache der fairen und gerechten Bezahlung von Kameraleuten – zusammen mit unseren Honorarstandards, unserem Berufsbild, der BVFK-Zertifizierung und unserem Engagement in Sachen Bildungsempfehlung (siehe unten). Mit diesen Argumenten lässt sich klar und fundiert nachweisen, dass sich an der Honorarsituation von Kameraleuten dringend etwas verändern und verbessern muss. Dabei ist der Kalkulator ein vollkommen neutrales Kalkulationsmittel. Wir machen ihn deshalb auch Nicht-Mitgliedern offen zugänglich und hoffen auf weitere Anwendung und Verbreitung!

An diesem Projekt haben lange und sehr engagiert Fachleute gearbeitet. Ein besonders großer Dank des Vorstandes geht an dieser Stelle dazu jedoch an Ingo Däubner (Regionalvorstand Süd), der die ganze Zeit federführend daran beteiligt war.

Uns bleibt eigentlich nur noch zu sagen: Macht regen Gebrauch davon! Einfach draufklicken und loslegen – und erkennen, was richtig kalkulieren bedeutet! Bei Fragen zum Kalkulator helfen wir gern weiter (Kontakt: honorare@bvfk.tv).

Viel Spaß und noch mehr Erfolg damit

wünscht Euer BVFK

Die BVFK-Bildungsempfehlung

Unser Ressort Aus- und Weiterbildung hat inzwischen die Rahmen für eine Bildungsempfehlung für die Ausbildung von Fernsehkameraleuten erarbeitet. Mit dieser erhalten Kameraleute selbst, vor allem aber auch die Bildungsträger eine fachliche Leitlinie, wie im Idealfall der Weg zum „Bildgestaltenden Kameramann/Fernsehkameramann“ im Sinne des BVFK-Berufsbildes erfolgreich beschritten werden sollte.

Dabei werden klare Standards für die Ausbildung in einem Beruf ohne bislang geregelten Zugang definiert und der Weg für einheitliche Inhalte und Kriterien bereits in der Ausbildung geebnet. Insofern profitieren  später beide  – Auftraggeber und Auftragnehmer – von ihr. Folgt man diesen Empfehlungen, ist nach frühestens acht Jahren das Ziel zum „Bildgestaltenden Fernsehkameramann/frau“ erreicht und auch die Voraussetzung für eine Zertifizierung durch den BVFK erfüllt.

Was sieht die BVFK-Bildungsempfehlung konkret vor?

3 Jahre Grundausbildung:

Die künftigen Kameraleute absolvieren zunächst eine 3jährige  Grundausbildung bspw. im Bereich Mediengestaltung Bild & Ton oder aber in einem vergleichbaren Ausbildungsberuf. In dieser Zeit erwerben sie fundierte Grundkenntnisse, die eine ausbaufähige Basis für die spätere Arbeit bzw. Weiterqualifizierung als Kameraleute bilden.

Assistenz:

Daran schließen sich mindestens 2 Jahre als Kamera-Assistenz bzw. Studiokamera-Assistenz an, in der die bereits erworbenen Kenntnisse in Theorie und Praxis stetig weiter ausgebaut und fundiert werden. Dieser Abschnitt der Ausbildung verläuft im EB- wie im Studio-Bereich ähnlich: 

Studio: 

Im Studio sind in dieser Zeit Paralleleinsätze als Kabelhilfe in der Bildtechnik, als Studioassistenz oder in der Bildtechnik möglich. Die Betreuung, Einschätzung und Beurteilung der Assistenten/innen erfolgt dabei durch den Ersten Kameramann/die Erste Kamerafrau. Dieser Teil der Zusammenarbeit ist sehr wichtig, lernen die werdenden Kameraleute dabei doch spätere eigene Arbeitsinhalte kennen. Mit dieser Assistenz-Zeit soll ein Anreiz zur Übernahme von Azubis bei Sendern oder Studiobetrieben geschaffen werden. Ergänzend zum Assistenzbetrieb im Studio empfiehlt der BVFK die Belegung von Lehrgängen und ähnlichen Weiterbildungsmöglichkeiten, um die bereits erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten weiter zu vervollkommnen.

EB-Bereich:

Die künftigen EB-Kameraleute erhalten in der Assistenzzeit ebenfalls eine intensive Betreuung, Einschätzung und Beurteilung durch den Kameramann bzw. die Kamerafrau. Dabei erwerben sie grundlegende praktische Fähigkeiten für ihre Arbeit im EB-Bereich und lernen umfassende Inhalte ihrer späteren Arbeit kennen. Auch hier soll ein Anreiz zur Übernahme von Azubis bei Sendern oder Studiobetrieben geschaffen werden, und der BVFK empfiehlt auch für den EB-Bereich ergänzende Weiterbildungen zum regulären Assistenzbetrieb zur Vervollkommnung und Ergänzung bereits vorhandenen Wissens.

Junior-Kamera-Mann/-Frau

Nach Abschluss der Assistenz-Phase sieht die Bildungsempfehlung des BVFK ein mindestens 3jähriges Praxistraining als Junior-Kameramann/-frau vor. Dabei geht es sowohl im Studio- wie auch im EB-Bereich darum, Berufserfahrungen zu sammeln und bereits eigenständig mit bestimmten Einschränkungen zu arbeiten. Der Besuch von Lehrgängen und ergänzenden Veranstaltungen zur weiteren Wissensvertiefung wird auch während dieser Zeit empfohlen.

Am Ende des Ausbildungsweges, also nach frühestens 8 Jahren, erfüllen dann die „Bildgestaltenden Kameraleute“ im Sinne des BVFK-Berufsbildes auch die Voraussetzungen, die den Kriterien der BVFK- Zertifizierung entsprechen. Zu diesen zählen nämlich neben den bildgestalterischen Aufgaben auch Teamführungsqualität, Verantwortung für Mitarbeiter und Rechtssicherheit.

Professionelle Arbeit verdient gute Bezahlung

Mit der Entwicklung der Bildungsempfehlung wird der BVFK nicht zuletzt auch seiner satzungsgemäßen Verantwortung als Berufs- und Fachverband zur Förderung der Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder gerecht.

Und last but not least gilt auch in diesem Falle: Ein hohes Niveau in der Ausbildung sichert spätere hohe Professionalität in der Arbeit, von der auch die Sendeanstalten etc. profitieren … und diese wiederum verdient eine faire, angemessene und professionelle Bezahlung!!!

 

JETZT ANMELDEN: BVFK - Lehrgang „Lichtgestaltung“

Modul 3 – Lichtdesign

Termin: 07. und 08. Dezember 2017, ganztägig von 10:00 bis 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Lightpower GmbH, An der Talle 24-28, 33102 Paderborn

Als Referent konnte der bekannte Lichtdesigner und Director of Photography Didi Garsoffky gewonnen werden.

Interessierte können sich unter der Adresse office@bvfk.tv anmelden.

Alle weiteren Infos zur Anmeldung finden sich hier: http://www.bvfk.tv/veranstaltungen/348

 

Fragen zu den News?

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