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September 2026

SPOTLIGHT 02.10.2026

Liebe Mitglieder,

Zunächst die nächsten BVFK-Termine auf einen Blick – das Angebot im Vergleich zur nächsten Woch hat sich wieder erhöht:

6.–8. Oktober 2026 – LEaT con in Hamburg
Der BVFK ist auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der LEaT con in Hamburg vertreten. Vom 6. bis 8. Oktober treffen sich dort zahlreiche Unternehmen und Fachleute aus den Bereichen Broadcast, Live, Stage und Veranstaltungstechnik. Auch Künstliche Intelligenz und neue Produktionsworkflows gehören zu den zentralen Themen der Messe.
Weitere Informationen zur Messe HIER

6.–8. Oktober 2026 – RED & WINE TOUR 2026
RED-Kameratechnik, Objektive, Nikon-Systeme und Networking

7. Oktober 2026-BVFK-RECHTECK

Mit dem BVFK-RECHTECK steht unseren Mitgliedern wieder die kostenlose individuelle Rechtsberatung mit Rechtsanwalt Tobias Sommer, LL.M., zur Verfügung. Gerade bei Fragen zum Urheberrecht, zu Vergütungsansprüchen und zur konkreten beruflichen Situation kann dieses Angebot eine wichtige erste Orientierung geben.

7. Oktober – BVK Jour Fixe Köln

Filmhaus Köln, Maybachstr.111, 50670 Köln

Alle Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen findet Ihr wie gewohnt auf unserer Eventseite Hier nun die Übersicht der Themen vom September 2026:

Vergütung, Berufsbild und die Zukunft unserer Arbeit
Der September beginnt mit wichtigen Entwicklungen bei den Honoraren und den Vergütungsbedingungen unserer Kolleginnen und Kollegen. Gleichzeitig zeigt sich einmal mehr, dass der BVFK auf mehreren Ebenen aktiv sein muss: bei konkreten Honorarfragen, bei der rechtlichen Absicherung selbstständiger Kameraleute, bei gemeinsamen Vergütungsregeln und bei den Veränderungen durch neue Technologien.

Sportcast und Bundesliga: GVR bis 2029 fortgeführt
Ein zentraler Erfolg zum Monatsbeginn ist die Einigung mit Sportcast und der Bundesliga über die Fortführung der Gemeinsamen Vergütungsregeln für Kameraleute bei den Spielen der Bundesliga und 2. Liga.
Die bestehende GVR aus dem Jahr 2023 wird fortgeführt und hinsichtlich Laufzeit und Vergütung angepasst. Die Mindestvergütung steigt rückwirkend zum Beginn der Saison 2026/27 von bislang 485 Euro auf 525 Euro pro Einsatz. In den folgenden Spielzeiten steigt sie auf 530 beziehungsweise 535 Euro. Damit ergibt sich über die drei Spielzeiten ein durchschnittliches Mindesthonorar von 530 Euro pro Einsatz.
Für den BVFK ist dabei wichtig: Die Einigung ist ein konkreter Schritt zur Verbesserung der Vergütung, beendet aber nicht die Diskussion über die strukturellen Fragen der GVR. Dazu gehören insbesondere die Beteiligung an den Erlösen aus der Verwertung des Basissignals, Transparenz, Schwellenwerte und die Auswirkungen der zunehmenden Nutzung audiovisueller Inhalte durch KI.
Der BVFK will diese Themen deshalb während der Laufzeit der Vereinbarung weiterverfolgen und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen eine Strategie für die nächste Verhandlungsrunde entwickeln. Auch andere Interessenvertretungen sollen dabei einbezogen werden.
Die GVR zeigt zugleich, welche Bedeutung gemeinsame Vergütungsregeln nach § 36 UrhG für eine Berufsgruppe haben können. Die vereinbarten Mindesthonorare stellen einen dokumentierten Branchenwert dar und können damit auch außerhalb des Sports eine wichtige Orientierung und Argumentationsgrundlage bei Honorarverhandlungen sein.

EB-Teams: Wirtschaftlicher Druck bleibt ein zentrales Thema
Parallel zu den Verhandlungen mit Sportcast erreichen den BVFK weiterhin Rückmeldungen über die wirtschaftliche Situation von EB-Teams.
Insbesondere im Zusammenhang mit Ausschreibungen und Angeboten großer Auftraggeber wird deutlich, dass teilweise Preise aufgerufen werden, die aus Sicht des BVFK keine wirtschaftlich tragfähige Berufsausübung ermöglichen. Dabei geht es nicht allein um den Gesamtpreis eines Teams, sondern auch darum, wie Kamera, Assistenz, Technik und weitere Leistungen kalkuliert und vergütet werden.
Der BVFK setzt sich deshalb für transparente Teampreise und eine angemessene Berücksichtigung der einzelnen Leistungen und Verantwortlichkeiten ein. Hinweise von Kolleginnen und Kollegen sind dabei eine wichtige Grundlage, um Entwicklungen im Markt konkret bewerten und gegenüber Auftraggebern ansprechen zu können.

ProSiebenSat.1: Gespräche wurden fortgesetzt -eine Einigung kam nicht zustande
Auch die Gespräche mit ProSiebenSat.1 hinsichtlich der EB-Teampreis-Thematik wurden im September wieder aufgenommen. In der zweiten Gesprächsrunde wurde erneut deutlich, dass die wirtschaftliche Situation der Kameraleute und Techniker:innen aus Sicht des BVFK eine konkrete Verbesserung erfordert.
Kurzfristige Maßnahmen wurden von ProSiebenSat.1 mit Hinweis auf bereits bestehende Vertragsbindungen ausgeschlossen.
Für den BVFK stellt sich keine unmittelbare Lösung der aktuellen Situation dar. Die Ergebnisse werden deshalb analysiert und in die weitere Strategie des Verbandes einbezogen. Ziel bleibt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen konkret zu verbessern.
ProSiebenSat.1 hat die aktuellen Gespräche für beendet erklärt, da eine Festlegung auf einen Mindest-Teampreis grundsätzlich angelehnt wurde. Von Seiten des BVFK werden nun weiterführende Schritte geprüft.

Falls Ihr betroffen seid, wendet Euch bitte vertrauensvoll an uns, damit wir nicht nur ein umfängliches Mandat vorweisen könne, sondern auch unsere Informationen zielgerichtet abholen und adressieren können!Direktvergütungsanspruch: Urheberrecht wird zur strategischen Frage
Das Thema „Direktvergütungsanspruch“ gewinnt für den BVFK zunehmend an Bedeutung. Gemeinsam mit der Initiative Urheberrecht wurden die Möglichkeiten und Auswirkungen entsprechender Regelungen intensiv diskutiert.
Für Kameraleute könnte ein Direktvergütungsanspruch künftig eine zusätzliche Säule neben individuellen Honoraren und Gemeinsamen Vergütungsregeln bilden. Gerade vor dem Hintergrund neuer Verwertungsformen, Streaming und der Nutzung audiovisueller Werke für KI-Anwendungen stellt sich zunehmend die Frage, wie Urheber angemessen an den daraus entstehenden Einnahmen beteiligt werden können.
Der BVFK bringt dabei ausdrücklich die Perspektive der selbstständigen Kameraleute und Bildgestalter:innen in die Diskussion ein.Zertifizierung und FiB-Siegel: Unser Berufsbild als Selbstständige  sichtbarer machen
Im September hat der BVFK auch die seit 2013 bestehende Zertifizierung für Kameraleute wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. Sie ist längst mehr als ein Nachweis fachlicher Qualifikation: Die Zertifizierung hilft dabei, unser Berufsbild mit seinen besonderen Kenntnissen, Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten klar zu beschreiben und damit auch gegenüber Auftraggebern, bei Honorarverhandlungen sowie in rechtlichen und sozialrechtlichen Fragen nachvollziehbar zu vertreten.
Mit dem FiB-Siegel „Freiberuflich im BVFK“ kommt eine weitere wichtige Ebene hinzu. Zertifizierte Kameraleute, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, können damit eine berufsständische Bewertung ihrer freiberuflichen Tätigkeit dokumentieren. Im Rahmen von ProStatus wird die konkrete berufliche Situation umfassend betrachtet – unter anderem Qualifikation, unternehmerische Verantwortung, wirtschaftliche Organisation, eigenes Risiko und die selbstständige Ausgestaltung der Tätigkeit. Das FiB-Siegel ist dabei ausdrücklich keine behördliche oder gerichtliche Statusentscheidung, sondern eine fachlich fundierte berufsständische Bewertung durch den BVFK.
Damit verbindet der BVFK zwei Ebenen: Die Zertifizierung dokumentiert die Professionalität der Berufsausübung, das FiB-Siegel ergänzt diese um die Frage, wie diese professionelle Tätigkeit als freiberufliche Berufsausübung organisiert ist. Eine im September veröffentlichte Pressemitteilung zum FiB-Siegel hat dieses Konzept auch über den Verband hinaus bekannt gemacht. Gleichzeitig möchte der BVFK die Zertifizierung wieder stärker beleben und ihre Verbindung mit den aktuellen Berufsstandards und ProStatus weiterentwickeln.BVK und weitere Verbände: Gemeinsam stärker
Im September stand außerdem die gemeinsame Vorstandssitzung von BVFK und BVK auf der Agenda. Dabei geht es nicht nur um den fachlichen Austausch, sondern auch um die Frage, an welchen Stellen gemeinsame Interessenvertretung sinnvoll und möglich ist.
Gerade bei Vergütung, sozialer Absicherung und urheberrechtlichen Fragen wird sich zeigen, welche gemeinsamen Positionen entwickelt werden können und wo die spezifischen Interessen der Kameraleute berücksichtigt werden müssen.IBC Amsterdam: Neue Kontakte und Projekte
Mit der IBC in Amsterdam steht im September außerdem ein wichtiger Branchentermin an. Der BVFK nutzt die Messe gezielt für Gespräche mit bestehenden und potenziellen technischen Partnern und für die Weiterentwicklung eigener Veranstaltungen und Projekte.

Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Vorbereitung der Hamburg Open 2027, Partnerschaften für den Tech Day Cologne und weitere Kooperationen im Bereich Technik, Weiterbildung und Wissenstransfer. Der BVFK wird auf der Hamburg-Open im Januar 2027 das Programm der Messe weitgehend organisieren.
Zum Max-Ophühls-Preis Filmfestival ist wieder das große BVFK-Symposium geplant. Wir versuchen diesmal die Arbeit mit Drohnen und auch wieder ein Thema allgemein über Kameratechnik zu platzieren.Weiterbildung und Veranstaltungen
Parallel laufen die Vorbereitungen für verschiedene Bildungs- und Veranstaltungsformate weiter. Dazu gehören der Lichtdesign-Lehrgang im Oktober, die Berufsbild-Seminare mit verschiedenen Bildungspartnern sowie die Vorbereitung der LEaTcon in Hamburg Anfang Oktober.
Damit bleibt Weiterbildung ein wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit: Der BVFK will nicht nur auf die wirtschaftlichen und rechtlichen Veränderungen reagieren, sondern Kolleginnen und Kollegen auch dabei unterstützen, ihre fachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln und neue technische Entwicklungen einzuordnen.Tech Day Cologne am 30.09.26
Technik, Austausch und neue Kontakte für unsere Mitglieder
Am 30. September fand bei Mediatec in Köln der Tech Day Cologne statt – und dieser war ausgesprochen erfolgreich.

Die sehr gut besuchte Veranstaltung bot unseren Mitgliedern die Möglichkeit, aktuelle technische Entwicklungen unmittelbar kennenzulernen, sich mit Herstellern und technischen Dienstleistern auszutauschen und persönliche Kontakte zu bestehenden und potenziellen neuen Kooperationspartnern des BVFK zu knüpfen.

Gerade dieser direkte Austausch ist ein wichtiger Mehrwert solcher Veranstaltungen: Unsere Mitglieder erhalten Zugang zu technischen Ansprechpartnern, können Entwicklungen und Produkte aus erster Hand kennenlernen und eigene Erfahrungen und Anforderungen aus der täglichen Berufspraxis einbringen. Gleichzeitig stärkt der BVFK damit sein Netzwerk und schafft neue Möglichkeiten für Kooperationen, Wissenstransfer und Weiterbildung.
Besonders erfreulich ist, dass sich dabei zahlreiche neue Gesprächskanäle zu technischen Kooperationspartnern eröffnet haben. Auch Mediatec hat die gemeinsame Veranstaltung sehr positiv bewertet. Damit haben wir nach vielen Jahren der Suche offenbar einen festen Termin und einen passenden Rahmen gefunden, um in Köln gemeinsam mit unseren Mitgliedern einen hochwertigen Technik-Event dauerhaft zu etablieren. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist bereits grundsätzlich vorgesehen. Die Erfahrungen aus diesem Tech Day werden wir nutzen, um die Veranstaltung künftig mit noch mehr Vorlauf und weiterentwickeltem Konzept zu planen.Der September zeigt: Interessenvertretung muss an vielen Stellen gleichzeitig ansetzen
Im September wurde deutlich, wie breit die Aufgaben des BVFK inzwischen gefächert sind. Es geht um konkrete Honorare und Vergütungsregeln ebenso wie um Urheberrecht, soziale Absicherung, Berufsbild, Weiterbildung und die Auswirkungen neuer Technologien.
Die Fortführung der GVR mit Sportcast ist dabei ein konkretes Ergebnis. Gleichzeitig bleiben viele strukturelle Fragen offen. Der BVFK wird deshalb auch in den kommenden Jahren daran arbeiten, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen tragfähige Rahmenbedingungen für professionelle Kameraarbeit zu schaffen.

Herzliche Grüße
Euer BVFKHier die Newsletter und die aktuellen Meldungen im September

Newsletter:

4.09.: Sportcast und BVFK verlängern Gemeinsame Vergütungsregeln bis 2029

11.09.: Zertifizierung für Kameraleute: Ein bewährtes Instrument gewinnt neue Bedeutung

18.09.: KI im Fernsehen: Zwischen Innovation, Verantwortung und professioneller Kompetenz

25.09.: Urheber-Rechte mit Direktvergütungsanspruch


Aktuelle Meldungen:

1.09.: RTL beendet „Unter uns“-Produktion nach 32 Jahren

2.09.: Rentenpflicht für Selbstständige: Rechtssicherheit und faire Beiträge müssen zusammengehören

3.09.: Ein Jahr MFE bei ProSiebenSat.1: Umbau mit Folgen für die Medienbranche

4.09.: HAMBURG OPEN 2027: Neue Cine & Camera Area bringt Film, Technik und Broadcast zusammen

7.09.: Kameraarbeit zwischen Kunst, Vertrauen und “lucky accidents“

8.09.: AfD will an Kündigung von Medienstaatsverträgen festhalten

9.09.: EU-Kommission zerrupft Weimers Streamer-Abgabe

10.9.: Fernsehpreis 2026: Breiter Preisregen für Relevanz und Eskapismus

11.09.: Branchen-Pionier? RTL sendet KI-veränderte Serienfolgen

15.09.: Keine Sylvestershow beim ZDF

16.09.: Wolfram Weimer denkt laut über Privatisierung des ZDF nach

17.09.: FiB-Siegel: BVFK stärkt die Position freiberuflicher Kameraleute

18.09.: RTL Deutschland und Sky streichen rund 500 Stellen

21.09.: Jan Böhmermann hört mit „ZDF Magazin Royale“ auf

22.09.: KI im RTL “Strafgericht”

23.09.: Gemeinsame Ausschreibung von ARD und ZDF

24.09.: Tarifeinigung beim ZDF

25.09.: “Wir schneiden nicht in die Substanz”: Rabe verteidigt RTL-Stellenabbau

28.09.: Warum baut Paramount ausgerechnet jetzt einen deutschen Sportsender?

29.09.: ARD und ZDF gewinnen keine Reichweite mit ihren „Digitalangeboten“





Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V. (BVFK)
Geschäftsführender Vorstand:
Frank Trautmann (1. Vorsitzender), Alexander Franz, Jens Schade
Kantstr. 152, 10623 Berlin, Telefon +49-30-208 47 64 50
– www.bvfk.tv -- info@bvfk.tv

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