„ProStatus“ – Neues BVFK-Projekt für mehr Rechtssicherheit bei selbstständiger Tätigkeit
Pressemitteilung vom 11.06.2025
Der Bundesverband der Fernsehkameraleute (BVFK) startet mit „ProStatus“ ein zukunftsweisendes Projekt zur Stärkung freiberuflicher Arbeit in der Medienbranche. Das Angebot vereint einen praxisnahen Sozialstatus-Check, eine sozialrechtliche Urteilsdatenbank sowie das geplante Siegel „FiB“(Freiberuflich im BVFK).
Ziel ist es, Soloselbstständigen und Auftraggebern frühzeitig Klarheit und Rechtssicherheit zu bieten – und Risiken rund um Scheinselbstständigkeit wirksam zu begegnen.
Der Bedarf ist hoch: Die Deutsche Rentenversicherung geht zunehmend entschlossener gegen vermeintliche Scheinselbstständigkeit vor. Neue EU-Leitlinien und politische Signale verunsichern viele freie Medienschaffende.
ProStatus bündelt juristische, kommunikative und politische Expertise – und liefert konkrete Lösungen für Auftragnehmer und Auftraggeber.
Das Projekt umfasst drei Bausteine:
Baustein 1: Der Sozialstatus-Check Kern des Projekts ist ein strukturierter Fragebogen, mit dem eine rechtlich fundierte, individuelle Einschätzung der eigenen Tätigkeit möglich wird – differenziert, praxisnah und verständlich.
Baustein 2: Die Urteilsdatenbank Ergänzt wird der Check durch eine wachsende Sammlung relevanter sozialrechtlicher Urteile mit praxistauglichen Handlungsempfehlungen – basierend auf realen Fallkonstellationen.
Baustein 3: Das BVFK-Siegel „FiB“ Als nächster Schritt können freieberufliche Kameraleute und Mitglieder des BVFK das Siegel „FiB“(Freiberuflich im BVFK) erhalten. Es soll als verlässliches Zeichen für professionelle selbstständig freiberufliche Tätigkeit dienen – und Auftraggebern helfen, weitgehend rechtssicher freie Mitarbeit zu beauftragen. Der BVFK wird dazu auch verstärkt den Dialog mit gesetzlichen Versicherungsträgern suchen – mit dem Ziel, zu überzeugen und Orientierung zu bieten.
Ein erster juristischer Erfolg In einem Urteil des Sozialgerichts Berlin vom 6. Mai 2025 wird die Mitgliedschaft im BVFK als ein Indiz für eine selbstständige Tätigkeit benannt – ein bedeutender Fortschritt und Ansporn, die Expertise des BVFK in dieser Hinsicht weiter zu entwickeln.
Der BVFK-Vorsitzender Frank Trautmann sagt dazu: „Mit ProStatus wollen wir den Status der Freiberuflichkeit stärken – und sowohl für freie Medienschaffende als auch für Produzent*innen und Auftraggeber ein hohes Maß an Rechts- und Planungssicherheit schaffen. Wer freiberuflich selbstständig tätig ist, sollte auch sozialrechtlich als selbstständig anerkannt werden – wenn die Merkmale nachvollziehbar und rechtskonform erfüllt sind. Berufsverbände müssen für diesen Bereich die Deutungshoheit gewinnen – sie sind die zuständigen Stellen, wenn es um die Ausgestaltung der Berufsbilder geht. Der BVFK ist sich hier seiner Verantwortung bewusst und legt besonderes Augenmerk auf unternehmerisches Risiko, Alterssicherung und Entscheidungskompetenz.“
Um Übersendung eines Belegexemplars bei Abdruck wird gebeten.
Der Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V., kurz BVFK, ist ein unabhängiger Verband von TV-Kameraleuten und setzt sich für die Interessen des Berufsstandes der Kameraleute, Kameraassistenten:innen, Kranschwenker und Kamera-Remote-Operators bei Sendern, Produktionsfirmen und Politik ein. Der BVFK gründete sich 2009 auf Initiative von freien Kameraleuten.
Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V. (BVFK) Geschäftsführender Vorstand: Frank Trautmann (1. Vorsitzender), Alexander Franz, Jens Schade Kantstr. 152, 10623 Berlin, Telefon +49-30-208 47 64 50 – www.bvfk.tv -- info@bvfk.tv
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