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ProStatus: Standards stärken – Selbstständigkeit sichtbar machen
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BVFK-Newsletter
10.07.2026

ProStatus: Standards stärken – Selbstständigkeit sichtbar machen

Liebe Mitglieder,

in den vergangenen Monaten haben wir immer wieder über das Thema Statusfeststellung, Scheinselbstständigkeit und die politische Entwicklung rund um die Selbstständigkeit berichtet. Heute möchten wir in diesem Zusammenhang ein BVFK-Projekt noch einmal in den Mittelpunkt rücken, dass viele von Euch bereits kennen, das aber gerade jetzt wieder besondere Bedeutung gewinnt:
ProStatus!

Was steckt eigentlich hinter ProStatus?
Kurz gesagt geht es darum, unser Berufsbild aus der Perspektive des maßgeblichen Berufsverbandes zu beschreiben und zu dokumentieren. Der BVFK kann auf Grundlage seiner langjährigen Erfahrung und seiner Standards beurteilen können, ob eine freiberufliche Tätigkeit in unserem Berufsfeld den Anforderungen entspricht, die wir an eine professionelle selbstständige Berufsausübung stellen.

Wichtig ist dabei eine klare Abgrenzung:
ProStatus ersetzt keine behördliche oder gerichtliche Statusfeststellung. Wir können und wollen keine rechtliche oder steuerrechtliche Sicherheit garantieren. Diese Entscheidung treffen ausschließlich die zuständigen Behörden und Gerichte.
Was wir jedoch sehr wohl können, ist die fachliche Bewertung nach den Richtlinien unseres Berufsbildes. Als Berufsverband verfügen wir über die Kompetenz, Standards für unsere Branche zu definieren und zu beschreiben, welche Merkmale eine professionelle freiberufliche Tätigkeit aus Sicht unseres Berufsstandes ausmachen.

Genau hier setzt ProStatus an.
Der erste Schritt ist der BVFK-Sozialstatus-Check.
Dabei erhaltet Ihr eine ausführliche Einschätzung Eurer Tätigkeit. Grundlage sind die aktuellen sozialgerichtlichen Entscheidungen sowie die für unsere Branche relevanten Kriterien. Die Ergebnisse werden anschließend in einem persönlichen Gespräch erläutert und gemeinsam besprochen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um juristische Fragestellungen. Entscheidend ist ebenso die berufliche Praxis: Welche Verantwortung wird übernommen? Welche unternehmerischen Entscheidungen werden eigenständig getroffen? Welche fachliche Kompetenz wird vorausgesetzt?
Die ProStatus-Begutachtung ist für jeden, der sie durchführen hat lassen, hilfreich gewesen und sie ist deutlich ausführlicher und zielgenauer als vergleichbare „Fragebögen“ der DRV Bund (Deutsche Rentenversicherung Bund).
Diese Fragen beantwortet unser Berufsbild – unabhängig davon, ob jemand selbstständig oder angestellt tätig ist. Denn eigenverantwortliches Arbeiten ist ein wesentliches Merkmal professioneller Bildgestaltung.
Der Sozialstatus-Check hilft Euch also ebenso zu einer realistischen Selbsteinschätzung Eurer freiberuflichen Tätigkeit und lohnt sich daher schon deshalb.

Ein Baustein von ProStatus ist das FiB-Siegel.
FiB steht für „Freiberuflich im BVFK“.

Alle BVFK-Mitglieder, die bereits eine BVFK-Zertifizierung besitzen, sollen künftig in einem vereinfachten Verfahren die Möglichkeit erhalten, dieses Siegel zu erwerben. Hierzu werden wir die betreffenden Mitglieder in den kommenden Wochen gesondert informieren.
Ebenso werden wir diejenigen, die bereits den Check absolviert haben über die weiteren Schritte informieren – wir wissen, Ihr wartet in dieser Sache auf weitergehende Informationen.
Das FiB-Siegel soll sichtbar machen, dass eine Kamerafrau oder ein Kameramann nach den fachlichen Standards des BVFK arbeitet und die Voraussetzungen erfüllt, die wir als Berufsverband an eine professionelle freiberufliche Tätigkeit stellen.
Gerade mit Blick auf unsere angekündigte Honoraroffensive kann dies künftig ein wichtiges Argument sein. Wer über nachgewiesene Qualifikation, berufliche Standards und dokumentierte Fachkompetenz verfügt, stärkt damit auch seine Position gegenüber Auftraggebern.

Nicht ohne Grund lautet unser Claim seit vielen Jahren:
„Creating Standards“
Standards entstehen nicht zufällig. Sie werden von denjenigen entwickelt, die ihren Beruf kennen und täglich ausüben. Deshalb gehören die Erstellung dieser Standards und die fachliche Deutungshoheit über unser Berufsbild aus unserer Sicht auch in die Hände des Berufsverbandes.
Gleichzeitig behalten wir die politischen Entwicklungen fest im Blick.
Die Bundesregierung hat angekündigt, das Statusfeststellungsverfahren grundlegend weiterzuentwickeln. Der BVFK bringt sich hierzu bereits über die BAGSV und weitere Verbändekooperationen aktiv in die politischen Gespräche ein.
Deshalb werden wir auch ProStatus in den kommenden Wochen strategisch weiterentwickeln.
Die bisher geleistete Arbeit bildet eine hervorragende Grundlage für unsere politische Interessenvertretung. Desweiteren werden wir sorgfältig prüfen, an welchen Stellen wir unsere personellen und finanziellen Ressourcen künftig am sinnvollsten einsetzen können. Ziel bleibt es, unseren Mitgliedern den größtmöglichen Nutzen zu bieten und darüber hinaus die anstehenden gesetzlichen Veränderungen aktiv mitzugestalten.

Beides gehört für uns zusammen: die praktische Unterstützung unserer Mitglieder und eine starke politische Lobbyarbeit.

Wir sind überzeugt, dass sich diese beiden Wege sinnvoll ergänzen.

Wenn Ihr Euch für den Sozialstatus-Check interessiert oder Fragen zu ProStatus habt, sprecht uns gerne an.
Hier geht es zum Fragebogen.
Hier geht es zur Datenbank der Sozialgerichtsurteile.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unser Berufsbild sichtbar bleibt, unsere Standards anerkannt werden und die Selbstständigkeit in unserer Branche auch künftig eine tragfähige Perspektive hat.
KI-Update: Recht. Tech. Content
In den vergangenen Newslettern haben wir bereits über ein neues Format berichtet, bei dem BVFK-Mitglieder profitieren können:
Das KI-Update bringt einmal im Monat die wichtigsten Entwicklungen aus den Bereichen Recht, Technik und praktische Anwendung kompakt auf den Punkt – kuratiert, moderiert und mit klarem Praxisbezug.

Das Konzept:
- 1× im Monat, jeweils 1 Stunde
- 3 Expert:innen
- 1 Gast
- 1 konkreter Use Case aus der Praxis

Das Format richtet sich an alle, die die relevanten Entwicklungen rund um KI effizient verfolgen möchten, ohne sich im Informationsdschungel zu verlieren. Im Mittelpunkt stehen die Themen, die für die berufliche Praxis tatsächlich relevant sind.

Nächster Live-Termin:
16. Juli 2026, 17:00 Uhr

Schwerpunktthema:
Neue Kennzeichnungspflichten – die KI-Verordnung tritt in Kraft.

Weitere Termine:
27. August und 24. September 2026

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.rasommer.de/ki-update

Kosten:
- Einzeltermin: 30 € netto
- Jahresabo: 300 € netto

Ein zusätzlicher Vorteil des Jahresabos: Die Aufzeichnungen der Veranstaltungen werden anschließend zur Verfügung gestellt.

BVFK-Mitglieder erhalten 20 % Rabatt. 
Bitte sendet Eure Mail zur Anmeldung in CC an office@bvfk.tv, damit die Mitgliedschaft bestätigt werden kann.

Unser Ziel bleibt unverändert: BVFK-Mitglieder sollen die technologischen Veränderungen nicht nur begleiten, sondern sie kompetent mitgestalten können.

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Euer BVFK 






Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V. (BVFK)
Geschäftsführender Vorstand:

Frank Trautmann, Alexander Franz, Jens Schade
Kantstr. 152, 10623 Berlin, Telefon +49-30-208 47 64 50
– www.bvfk.tv -- info@bvfk.tv

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