15.04.2009 Gründung des BVFK - Administration

Unter dem Thema: Brauchen wir eine eigene Interessenvertretung für Kameraleute, Kamera-Assistenten, BildgestalterInnen in den Bereichen Fernsehen, Video und Neue Medien?, fand in München/Gauting die erste Versammlung von Kameraleuten statt. Ziel war die Gründung eines Berufsverbandes für Fernsehkameraleute.

Teilnehmer:

* Martin Baer, Kameramann (Berlin)
* Jonas Burlage, Kameraleute NRW (Köln)
* Vertreter/in connexx.av/ver.di
* Dr. Michael Neubauer, Geschäftsführer BVKamera (München)
* Brian Rose, Vorsitzender The Guild of Television Cameramen (London) * Steffen Schmidt-Hug, Medien-Rechtsanwalt (München)

Moderation:

* Hans-Joachim Esser-Mamat, Geschäftsführer IFFMA (Gauting/München)

Für wen?

Der Verband soll eine Interessenvertretung für die in den Bereichen Fernsehen, Video, Neue Medien mit der Bildaufnahme befassten Kameraleute, Kamera-Assistenten, Bildgestalter- Innen darstellen.

Warum?

Im Bereich der Medienproduktion hat sich die Umwandlung herkömmlicher, nämlich auf festen Arbeitsverträgen beruhender und damit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse in „freie“ Arbeitsverhältnisse in den letzten zwanzig Jahren besonders schnell und umfassend vollzogen. Alle Auftraggeber - von der öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalt bis zum Einzelunternehmer - beschäftigen gerade im Bereich Bildaufnahme und Bildgestaltung inzwischen ganz überwiegend selbstständige, „freie“ MitarbeiterInnen. Das hat dazu geführt, dass wir „Freien“ sehr häufig in einer arbeitsrechtlichen, steuerlichen und sozialversicherungsmässigen Grauzone operieren:

Welche Tätigkeit ist „künstlerisch“, welche „weisungsgebunden“? Wer ist „überwiegend“, wer nur gelegentlich schöpferisch tätig?
Wer darf Rechnungen schreiben, wer muss auf Lohnsteuerkarte arbeiten?
Wer darf in die Künstlersozialkasse?

Auftraggeber, Finanzämter, Krankenkassen und Sozialversicherungsträger beantworten diese Fragen höchst unterschiedlich.

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Aufgaben des zu gründenden Verbandes im Zusammenhang mit diesen arbeits- rechtlichen Fragen:

  • -  BestandsaufnahmedergeltendenRegeln,GesetzeundVorschriften

  • -  VorschlägefürVerbesserungen,Vereinfachungen,Vereinheitlichungen

  • -  HandhabefürdieMitglieder,wiebeimAbschlussvonArbeitsverträgenundder individuellen steuerlichen und versicherungsmässigen Einordnung vorzugehen ist

    Ein weiteres Aufgabenfeld des Verbandes wird in der Beschäftigung mit den konkreten Arbeitsbedingungen liegen:
    - Beschäftigungsdauer
    - Arbeitszeiten:Überstunden-,Pausen-,Urlaubs-,Reisezeitregelungen

    - AbsicherungbeiKrankheit,Arbeitsunfähigkeit,Arbeitsunfällen

    Der Verband soll Richtlinien für Gagen und Honorare auf der Grundlage von Erhebungen bei den Mitgliedern erstellen. Diese können dem oder der einzelnen Beschäftigten eine Hilfestellung bei Verhandlungen mit Auftraggebern bieten.