Ein französischer Reporter wurde in der Türkei verhaftet und für drei Tage festgehalten. Der Fall beunruhigt ausländische Korrespondenten im Land.
https://taz.de/Angriff-auf-die-Pressefreiheit/!6147807/
Festnahme und Abschiebungsandrohung gegen den französischen Journalisten Raphaël Boukandoura alarmieren RSF
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) zeigt sich alarmiert über die Festnahme des französischen Journalisten Raphaël Boukandoura, der am 19. Januar in Istanbul in Polizeigewahrsam genommen worden sei. Dem langjährigen Türkei-Korrespondenten drohe nun die Abschiebung, nachdem er über eine von den Behörden nicht genehmigte Demonstration berichten wollte. RSF verurteilt das Vorgehen gegen den akkreditierten Journalisten als willkürlichen Angriff auf die Pressefreiheit und fordert, das Unrecht umgehend zu korrigieren.
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Seine Festnahme und die anschließende Abschiebedrohung erfolgen vor dem Hintergrund eines wachsenden Drucks auf Journalist*innen in der Türkei – insbesondere auf jene, die über soziale und politische Bewegungen berichten. Journalistische Arbeit zu kriminalisieren, stellt einen direkten Angriff auf die Pressefreiheit dar. Dabei sollte diese durch internationale Abkommen garantiert sein, denen auch die Türkei beigetreten ist.
Raphaël Boukandoura ging seiner journalistischen Arbeit nach, als er über eine von der prokurdischen DEM-Partei ausgerufene Demonstration im Stadtteil Sarıgazi am südlichen Stadtrand Istanbuls berichten wollte. Der Protest war von den Behörden als „nicht genehmigt“ eingestuft worden. Noch in der Nacht seiner Festnahme wurde er von der Sicherheitsdirektion Sarıgazi verhört – wobei er klar zu erkennen gab, dass er Journalist ist.
Quelle_ DIMBB Media
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