19. Januar 2026

ARD aktualisiert „Eckpunkte 3.0“ für Auftragsproduktionen – mehr Transparenz und Vertrauen in der Zusammenarbeit

Die ARD hat ihre Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Produktionsfirmen bei Auftragsproduktionen weiterentwickelt und unter dem Namen „Eckpunkte 3.0“ neue Maßgaben vorgelegt. Ziel der Selbstverpflichtung ist es, langjährige Partnerschaften mit Unternehmen der Film- und Fernsehbranche zu stärken sowie Transparenz, Verlässlichkeit und Vertrauen in der Zusammenarbeit zu vertiefen.

Die überarbeitete Fassung berücksichtigt insbesondere aktuelle Produktionsanforderungen. So sollen neue Kalkulationspositionen nicht mehr einzeln, sondern flexibel nach gemeinsamer Abstimmung anerkannt werden, wenn sie für eine Produktion erforderlich sind. Dazu zählen beispielsweise Beiträge für Green Shooting, Social Media, Distribution, KI-Expertise, Nachwuchsförderung oder Intimacy Coordination.

Zudem wurden die Zahlungspläne angepasst, um die Produzenten bei Vor- und Zwischenfinanzierung weniger stark zu belasten. Überarbeitet wurde auch das sogenannte Schichtenmodell, das die Nutzungsrechte zwischen Produzent:innen und der ARD bei teilfinanzierten Produktionen regelt.

Ein weiterer Punkt ist das neu gestaltete ARD-Leistungsmodell: Neben Festival-Nominierungen und -Preisen sollen künftig auch Erfolge in der ARD-Mediathek und bei der linearen Ausstrahlung bei der Vergabe von Programmprämien berücksichtigt werden.

Die Produktionsallianz begrüßte die neuen „Eckpunkte 3.0“ als wichtigen Schritt in Richtung Marktgerechtigkeit, Fairness und Kooperation zwischen Sendern und Produzent:innen. Besonders in einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld sendet diese Neuausrichtung ein positives Signal für den Zusammenhalt der Branche – auch vor dem Hintergrund steigender Kosten und sinkender Budgets.

Der BVFK sieht in dieser Entwicklung eine Chance für mehr klar definierte Kalkulations- und Abrechnungsstandardsin der Zusammenarbeit zwischen Produzenten und Auftraggebern. Gleichzeitig bleibt es wichtig, insbesondere die Interessen der Kreativen und technischen Fachkräfte im Auge zu behalten, damit bei aller Flexibilisierung auch faire Arbeits- und Honorarmodelle gewährleistet bleiben.

Quelle epd-Medien

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