Nach aktuellen Medienberichten plant die Bundesregierung eine Reform, die die Situation von Solo-Selbstständigen spürbar verändern könnte. Ziel ist es, die Arbeit von Selbstständigen – etwa in kreativen und freien Berufen – zu erleichtern und gleichzeitig mehr Rechtssicherheit für Auftraggeber zu schaffen.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Ansatz, der vor allem für die Praxis relevant ist: Unternehmen sollen künftig besser vor Nachforderungen der Sozialversicherung geschützt werden, wenn sie mit Selbstständigen zusammenarbeiten. Ein Punkt, der auch in der Film- und Fernsehbranche seit Jahren intensiv diskutiert wird.
Gleichzeitig zeichnet sich jedoch ein grundlegender Paradigmenwechsel ab. Nach bisher bekannt gewordenen Informationen könnte eine neue Form der „Selbstständigkeit“ eingeführt werden:
Wer mehr rechtliche Sicherheit in der Statusfrage möchte, müsste im Gegenzug eine verpflichtende Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung akzeptieren.
Diese Überlegung stößt bereits auf deutliche Kritik aus den Reihen der Selbstständigenverbände. Aus deren Sicht besteht die Gefahr, dass hier eine Rentenversicherungspflicht durch die Hintertür entsteht – ohne ausreichende Berücksichtigung der oft schwankenden und zum größten Teil unter dem Standard liegenden Einkommenssituationen.
Für den BVFK und seine Mitglieder ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung. Die Frage des Sozialstatus und der rechtlichen Einordnung selbstständiger Tätigkeit gehört seit jeher zu den zentralen Themen des Verbands. Die aktuellen politischen Bestrebungen zeigen, dass Bewegung in die Debatte kommt – gleichzeitig bleiben viele Details und Auswirkungen noch offen.
Der BVFK wird die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten und sich – auch im Rahmen bestehender Kooperationen und Initiativen – weiterhin aktiv in die Diskussion einbringen.
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