9. Februar 2026

NRW bleibt zentraler Produktionsstandort

Die NRW-Staatskanzlei und die Beratungsagentur Goldmedia legen eine Studie zum Produktionsstandort Deutschland vor. Während die Produktionszahlen insgesamt leicht rückläufig seien, behaupte sich NRW als zentraler Produktionsstandort. Medienminister Liminski äußerte sich auch zur Investitionsverpflichtung. […]

Im Jahr 2024 entstanden laut Goldmedia 44 Prozent aller Shows, Serien und Filme an Rhein, Ruhr und Lippe. Zwei Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 42 Prozent.

Zur allgemeinen Entwicklung: Erreichte das deutsche Produktionsvolumen im Jahr 2022 mit 776.749 Programmminuten noch ein Rekordhoch, ist dieser Wert nun leicht gesunken. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 751.432 Minuten für Fernsehen, Video-on-Demand und Kino produziert, was einem Minus von 3 Prozent entspricht. […]

Während TV-Auftragsproduktionen in dieser Zeit rückläufig waren, ist bei der Entwicklung von Produktionen für Video-on-Demand (VoD) ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Hier ist das Volumen von rund 28.000 Minuten im Jahr 2022 auf 42.064 Minuten im Jahr 2024 gestiegen.

Vor allem Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen (40 Prozent) und aus Bayern (24 Prozent) produzieren in diesem aufstrebenden Bereich. Auf Basis der Durchschnittsminutenpreise aller audio-visuellen Produktionen in Deutschland schätzen die Autoren der Studie den gesamten Produktionsumsatz in Deutschland auf 2,9 Milliarden Euro, 1,2 Milliarden Euro sollen davon auf Nordrhein-Westfalen entfallen, dahinter liegen Bayern (550 Millionen Euro) und Berlin (503 Millionen Euro).

https://the-spot-mediafilm.com/news/tv-stream-news/studie-neuordnung-im-deutschen-markt-nrw-bleibt-zentraler-produktionsstandort

“Phase der Neuordnung”: Produktionsvolumen ist leicht gesunken

Drei Produktionsgruppen hat Goldhammers Studie als führend identifiziert – je nachdem, welchen Maßstab man anlegt: Nach Umsatz lag 2024 Leonine Studios mit 378 Millionen Euro vorn, nach Produktionsvolumen Banijay Germany mit 59.658 Minuten und nach Umsatz pro hergestellter Minute Beta Film mit durchschnittlich 57.835 Euro.

Bei weiter steigenden Kosten haben sich die Minutenpreise laut Studie in den letzten Jahren kaum verändert. Die Preisspanne für Serien lag 2024 demnach zwischen 2.000 und 12.000 Euro pro Minute mit einem Durchschnittswert von 6.400 Euro. TV-Movies kosteten zwischen 16.000 und 21.000 Euro pro Minute, Unterhaltungsshows zwischen 2.000 und 7.000 Euro, Talkshows zwischen 2.000 und 3.500 Euro, Doku-Soaps und Factual Entertainment zwischen 700 und 4.000 Euro. Auf Basis der durchschnittlichen Minutenpreise schätzt Goldmedia stets den gesamten Produktionsumsatz im deutschen Markt. Für 2024 waren das 2,86 Milliarden Euro, von denen 1,18 Milliarden in NRW, 551 Millionen in Bayern, 503 Millionen in Berlin und 270 Millionen in Hamburg erwirtschaftet wurden. https://www.dwdl.de/nachrichten/105443/phase_der_neuordnung_produktionsvolumen_ist_leicht_gesunken/

NRW-Produktionsstudie 2023/24

https://www.mbeim.nrw/system/files/media/document/file/nrw-produktionsstudie-2023-2024_endbericht.pdf

Quelle: DIMBB Medien

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