ProSiebenSat.1 mit radikalem Umbau!
Vom klassischen TV-Riesen zum Streaming-Player: ProSiebenSat.1 trennt sich von Randgeschäften wie billiger-mietwagen.de, um das Ruder 2026 herumzureißen. Der Konzern blickt auf ein schwaches Geschäftsjahr 2025 zurück – und stellt gleichzeitig die Weichen für ein Comeback. Mit klarem Fokus auf Entertainment, Streaming und Effizienz erwartet das Unternehmen in Zukunft wieder organisches Wachstum.
Der Medienkonzern hat 2025 wie erwartet mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen gehabt: Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 3,675 Milliarden Euro, organisch lag das Minus bei zwei Prozent. Belastet wurde die Entwicklung vor allem durch den schwachen TV-Werbemarkt sowie die Entkonsolidierung von Verivox. Für 2026 gibt sich das Unternehmen dennoch vorsichtig optimistisch und rechnet mit einem leichten organischen Umsatzwachstum sowie einer Stabilisierung im Kerngeschäft Entertainment.
Besonders deutlich zeigte sich die Marktschwäche im Entertainment-Segment, dessen Erlöse um sechs Prozent auf 2,383 Milliarden Euro zurückgingen. Die TV-Werbeumsätze in der DACH-Region brachen um acht Prozent ein. Gleichzeitig konnten digitale Geschäftsbereiche gegensteuern: Die Streaming-Plattform Joyn wuchs stark, mit einem Plus von 36 Prozent bei werbefinanzierten Umsätzen (AVoD) und 25 Prozent im Abo-Geschäft (SVoD). Auch Distributionserlöse legten zu und stabilisierten die Einnahmebasis.
Ergebnisseitig geriet der Konzern stärker unter Druck: Das bereinigte EBITDA fiel um 28 Prozent auf 403 Millionen Euro, das berichtete EBITDA lag bei 241 Millionen Euro.
Quelle: DIMBB Medien








