Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat einen wichtigen Schritt seiner Strukturreform umgesetzt: Ab sofort wird das WDR Fernsehen technisch aus dem SWR-Funkhaus in Baden-Baden ausgespielt.
Damit schließt sich der WDR der sogenannten „ARD-Sendeabwicklung Süd“ an, über die bereits mehrere Dritte Programme wie SWR, BR, HR und SR gesendet werden. Ziel dieser Kooperation ist Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung in der technischen Abwicklung der Senderproduktion.
WDR-Intendantin Katrin Vernau bezeichnet die gemeinsame Ausspielung als „extrem effizient“ und spricht von Einsparungen in Millionenhöhe im Zeitraum von 2025 bis 2028. Gleichzeitig soll durch die Bündelung der Ressourcen nicht nur die technische Qualität gesichert, sondern auch Kapazitäten für digitale Angebote geschaffen werden.
Die redaktionelle Verantwortung für das WDR-Programm verbleibt weiterhin vollständig beim WDR – lediglich die technische Abwicklung erfolgt zentral aus Baden-Baden. Dieser Schritt ist Teil einer größeren ARD-Reform, bei der Sendeabwicklungen an wenigen Standorten zusammengeführt werden sollen, um die Infrastruktur zukunftsfest zu gestalten.
Insgesamt zeigt diese Entwicklung, wie auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Struktur- und Kostendruck zu Veränderungen führt, während gleichzeitig die inhaltliche Unabhängigkeit der Programme gewahrt bleibt.









