14. April 2026

Streik beim NDR: Rundfunk soll stillstehen

Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Streik beim NDR auf. Eine Beeinträchtigung des Programms sei nicht Ziel, könne aber nicht ausgeschlossen werden.  […]

Er starte am Dienstag und ende am Mittwoch um 1.30 Uhr, wie Verdi Hamburg am Montag mitteilte. Seit Februar laufe der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten. Für Dienstag sei die dritte Verhandlungsrunde geplant.

Verdi Hamburg fordert für die Beschäftigten eine Tarifsteigerung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro. Zudem sollte es eine Anhebung der Auszubildendenvergütung um 200 Euro monatlich und eine Übernahmegarantie für Auszubildende geben. Für freie Mitarbeitende forderte Verdi eine Honorarsteigerung um 7 Prozent und eine Einigung über eine höhere betriebliche Altersversorgung.

https://taz.de/Streik-beim-NDR/!6170573/

konkrete Forderungen

Festangestellte:

  • Sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro im Monat
  • Alle Beschäftigten erhalten einen zusätzlichen freien Tag als „Entlastungstag“. Diejenigen, die in unregelmäßigen Diensten arbeiten, erhalten zwei zusätzliche freie Tage als „Entlastungstage“.

Freie Mitarbeiter*innen:

  • Anhebung der Honorare um sieben Prozent
  • Anhebung der Tageslimits für limitierte Freie von 60 Tagen auf 80 Tage für Beschäftigte in der Produktion und von 80 Tagen auf 100 Tage für Beschäftigte in der Redaktion; Aufhebung der finanziellen Limits
  • Euro Pauschale jährlich für Mediennutzung für alle arbeitnehmer*innenähnlich Beschäftigten

Laufzeit 12 Monate

https://ndr.verdi.de/tarife-und-vereinbarungen/aktuelle-tarifverhandlungen/++co++8d53d9d4-33ef-11f1-b9e3-33ce58c1d654

Der NDR biete bisher nur 1,23 % mehr ab Juli sowie jeweils weitere 1 % ab Juni 2027 und April 2028 an. Damit liege das Angebot “weit unter Inflation”, so Verdi. Der NDR erklärte auf epd-Anfrage, das Angebot stehe “für wirtschaftliche Vernunft und garantierte Sicherheit” und sei “vor dem Hintergrund der sehr schwierigen Rahmenbedingungen” “solide finanziert”.

https://www.turi2.de/aktuell/verdi-ruft-zum-warnstreik-beim-ndr-in-hamburg-auf/

Das sei deutlich weniger als ein Inflationsausgleich. Die zweite und dritte Steigerungsstufe werde jeweils um 0,43 Prozentpunkte höher ausfallen, wenn der Rundfunkbeitrag bis dahin erhöht wurde, habe die NDR-Geschäftsleitung mitgeteilt.

https://taz.de/Streik-beim-NDR/!6170573/

Hinweis der Redaktion: Die KEF hat in ihrem aktuellen Bericht eine Steigerungsrate im Personalaufwand auf 3,0 Prozent im Jahr für den aktuellen Berichtszeitraum angesetzt.

Quelle: DIMBB Medien

 

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