Vor genau 30 Jahren begann in Deutschland das Zeitalter des digitalen Fernsehens. Der ambitionierte Start entwickelte sich allerdings schnell zum milliardenschweren Fehlschlag, der gar das Kirch-Imperium in die Knie zwang.
Als vor wenigen Jahren der Nachfolger des deutschen ServusTV-Ablegers ausgerechnet den Namen DF1 bekam, dürfte so mancher Fernsehmacher kurz zusammengezuckt sein. Denn die Marke trägt eine schwere historische Last: Sie steht wie kaum eine andere für eine der größten Fehleinschätzungen der deutschen Mediengeschichte. Der Niedergang des einst mächtigen Kirch-Imperiums ist untrennbar mit diesem Namen verbunden. DF1 taufte Leo Kirch – der legendäre Medienunternehmer, der vor inzwischen 15 Jahren starb – einst sein eigenes Pay-TV-Projekt. Ein Vorhaben, das er mit enormem Ehrgeiz, viel Überzeugungskraft und vor allem sehr viel Geld gegen zahlreiche Widerstände in den Markt drücken wollte. […]
Selbst ein Jahr nach dem Start war von gerade einmal 40.000 Kundinnen und Kunden die Rede. Ein Grund dafür: Anders als Konkurrent Premiere, der ebenfalls früh auf digitales Fernsehen setzte, konnte DF1 kaum mit attraktiven Exklusivrechten punkten. Der große Trumpf sollte eigentlich die Formel 1 werden – doch auch der damalige Schumacher-Boom half nur begrenzt. Solange die Rennen weiterhin kostenlos bei RTL zu sehen waren, fehlte vielen Zuschauern der Anreiz, für ein zusätzliches Angebot zu bezahlen.
https://www.dwdl.de/magazin/107285/die_digitale_tvrevolution_begann_mit_einem_fehlschlag/
30 Jahre Digitalfernsehen: Als die d-Box das Fernsehen revolutionierte
Der 28. Juli 1996 revolutionierte den Satellitenempfang in Deutschland nachhaltig. Er gilt als Startschuss des digitalen Satellitenfernsehens. Es war ein Beginn mit vielen Hindernissen.
Quelle: DIMBB Medien







