26. Juni 2026

BAGSV fordert Nachbesserungen bei der Rentenreform – Selbstständige dürfen nicht überfordert werden

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) hat den Bericht der Rentenkommission grundsätzlich begrüßt, sieht jedoch bei den geplanten Regelungen für Selbstständige erheblichen Nachbesserungsbedarf. Aus Sicht der BAGSV kann die Rentenreform nur dann erfolgreich sein, wenn die besonderen Rahmenbedingungen selbstständiger Erwerbstätigkeit angemessen berücksichtigt werden.

Im Mittelpunkt der Kritik steht die geplante Ausweitung der gesetzlichen Rentenversicherung auf Selbstständige. Die BAGSV warnt davor, dass eine verpflichtende Einbeziehung ohne faire Beitragsregelungen insbesondere Gründerinnen und Gründer sowie Selbstständige mit niedrigeren Einkommen finanziell überfordern könnte. Dies würde nicht nur die Betroffenen belasten, sondern auch die Gründungsdynamik und unternehmerische Initiative in Deutschland schwächen.

Zugleich fordert die BAGSV einen umfassenden Vertrauensschutz für bereits bestehende Altersvorsorgemodelle sowie praktikable Übergangsregelungen für Bestandsselbstständige. Die Verbände bieten der Bundesregierung ihre fachliche Unterstützung an, um eine ausgewogene und tragfähige Reform mitzugestalten.

Auch für viele Mitglieder des BVFK ist die Diskussion von großer Bedeutung. Als Selbstständige oder projektbezogen tätige Filmschaffende sind sie von den geplanten Änderungen unmittelbar betroffen. Der BVFK wird die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten und sich weiterhin für praxistaugliche und faire Rahmenbedingungen für selbstständig tätige Film- und Medienschaffende einsetzen.

Die Pressemeldung im Ganzen:

(BVFK)

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