16. September 2026

Wolfram Weimer denkt laut über Privatisierung des ZDF nach

Laut der KNA hat sich der Beauftragte für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, zu Reformen bei den Öffentlich-Rechtlichen geäußert. Er schlägt demnach unter anderem eine Privatisierung des ZDF vor. […]

Auch sprach er demnach von der Idee, kleinere ARD-Anstalten abzuschaffen.

Die KNA bezieht sich in ihrer Berichterstattung auf eigene Teilnehmer bei einer Konferenz der Konrad Adenauer Stiftung. Die Doppelstruktur von ARD und ZDF bei den Öffentlich-Rechtlichen sei eine zusätzliche Belastung für private Medien.

Als Ansatz, das zu ändern, ging Weimer laut KNA auf eine Verschlankung der ARD auf nur noch fünf Rundfunkanstalten ein. Senderanstalten wie Radio Bremen oder den Saarländischen Rundfunk bräuchte es nicht als eigenständig.

https://the-spot-mediafilm.com/news/tv-stream-news/bericht-bkm-wolfram-weimer-denkt-laut-ueber-privatisierung-des-zdf-nach

Es wirkt, als wollte Weimer ein bisschen Stimmung machen, ohne sich ernsthaft der Debatte zu stellen, von der er wissen musste, dass er sie auslösen würde. Er verschlechtert das Klima für ARD und ZDF, obwohl die auf seine konkreten Forderungen gar nicht reagieren können.

https://www.turi2.de/aktuell/zitat-fuer-stefan-niggemeier-ist-wolfram-weimer-trittbrettfahrer-der-afd-forderungen/

Wenn Weimer ins Gespräch bringt, dass man die Zahl der ARD-Anstalten reduzieren könnte, und sich dabei darauf beruft, dass Intendanten der Sender ihm angeblich sagten, sie bräuchten Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk als eigenständige Sendeanstalten nicht, erhöht er die Zahl der beteiligten Nichtzuständigen sogar noch: Es liegt nämlich keineswegs in der Macht der ARD selbst, die Zahl ihrer einzelnen Rundfunkanstalten zu variieren. Das müsste die Politik tun, konkret die Landespolitik, noch konkreter Bremen und das Saarland.

In der Macht der ARD liegt es allein, durch Kooperationen die Kosten dieser kleinen Anstalten zu reduzieren – das passiert in beiden Fällen auch in zunehmendem Maße: bei Radio Bremen mit dem NDR, beim Saarländischen Rundfunk mit dem SWR.

https://www.sueddeutsche.de/medien/zdf-ard-wolfram-weimer-rundfunk-umbau-li.3547912

Weimer macht schräge Vorschläge

Christoph Schmitz-Dethlefsen, für Medien zuständiges Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), hält die Vorschläge für sachfremd und fehlgeleitet: „Rundfunkpolitik ist Ländersache. Inhaltlich schießt Herr Weimer weit über sämtliche Reformvorschläge der dazu berufenen Kommissionen und zuständigen Medienpolitiker*innen und über seine Kompetenz hinaus. Er redet denjenigen das Wort, die Landessender der ARD und das ZDF zerschlagen wollen. Statt die Säulen eines verfassungsrechtlich begründeten dualen Mediensystems zu festigen, versteht Herr Weimer nach diesen Berichten seine Rolle darin, in Hinterzimmern für Abbaupläne und damit weniger Medienpluralität zu lobbyieren. Damit verfehlt er seine Aufgaben und stößt Medienschaffenden und der gesamten Branche vor den Kopf.“

https://mmm.verdi.de/medienpolitik/weimer-macht-neue-schraege-vorschlaege-109161

Quelle: DIMBB Medien

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