Nicht einmal drei Jahre nach der Übernahme des „Mima“ vom Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) mag dem angeschlagene Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) die Einstellung zwar finanzielle Entlastung bringen. Aber weder können Etatkürzungen echte Reformen ersetzen, noch sorgen solche „Einsparungen“ in einem Sender für mehr Wirtschaftlichkeit in der Senderfamilie oder wären im Interesse der Beitragszahlenden – im Gegenteil!
So ist der dritte Standortwechsel des Mittagsmagazins gerade keine Reform, sondern vielmehr Ausdruck der Reformbedürftigkeit der ARD-Strukturen. Er verursacht erneut sinnlosen Aufwand beim Ab- und Wiederaufbau der komplexen Redaktionsstruktur, der kostspieligen Studio-Technik und verunsichert ohne Not die vielen Mitarbeitenden, vor allem die besonders vulnerable Gruppe der Freien.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass die ARD für eine Gemeinschaftsaufgabe wie das Mittagsmagazin auch zuletzt keine gemeinschaftliche Finanzierung vereinbaren wollte und den unterfinanzierten MDR letztlich auf den Kosten der ARD-Sendung sitzen ließ. Die Entwicklung hochwertiger Programme ist langwierig und bedarf engagierter Mitarbeitender ebenso wie einer nachhaltigen Grundlage.
https://www.freienrat.de/ard-reformen-duerfen-nicht-auf-kosten-der-freien-gehen
Quelle: DIMBB-Medien-News








