15. Mai 2026

Tarifverhandlungen beim MDR: Beschäftigungssicherung im Fokus

Beim Mitteldeutschen Rundfunk gehen heute die Tarifverhandlungen weiter. Wir haben dem Sender ein Angebot unterbreitet, das den Sparkurs auf dem Rücken der Mitarbeitenden bremsen soll. […]

Wir als DJV Sachsen halten für den denkbar schlechtesten Weg, die nötigen Einsparungen vor allem auf dem Rücken der Beschäftigten erreichen zu wollen. Jede Streichung im Programm kostet Verdienstmöglichkeiten für freie Mitarbeitende und erhöht die Arbeitsbelastung für Festangestellte. Dass so die MDR-Mitarbeitenden den durch die unklare Beitragssituation begrenzenten Spielraum des Senders ausbaden sollen, zeigt sich auch in den laufenden Tarifverhandlungen.

Hier hat sich der MDR bislang quasi nicht bewegt. Aber: Wir sind weiterhin bereit, aufgrund der angespannten finanziellen Lage des MDR gemeinsam an kreativen Lösungen zu arbeiten. Derzeit gehen die Einsparungen allerdings nahezu ausschließlich zulasten der Beschäftigten.

Für freie Mitarbeitende:

  • Beschäftigungssicherung: Keine weiteren Beendigungsmitteilungen bis zum 31.12.2030 (Stichtag: 23.04.2026).
  • Einkommensschutz: Schutz vor starken Honorarkürzungen bis zum 31.12.2030. Über die aktuellen Regelungen des 12A-Tarifvertrags hinausgehend dürfen die Honorare freier Mitarbeitender in der Summe um maximal 5 % sinken.

o Berechnungsgrundlage: Das Durchschnittshonorar der Jahre 2024 und 2025.

o Soziale Absicherung: Wir schlagen zusätzlich eine Härtefallklausel für Langzeiterkrankungen, Elternzeit, Schwangerschaft, Pflegezeiten etc. vor.

https://www.djv-sachsen.de/blog-detail/tarif03/

Quelle: DIMBB Medien

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