Sachsen-Anhalts Medienminister Rainer Robra fordert neue Krimis vom MDR.
Robra: Fortsetzung von “Polizeiruf 110” wäre “wichtiges Signal”
Der MDR hat im Mai mitgeteilt, dass er die Produktion neuer Folgen für den “Polizeiruf 110” aus Magdeburg und den “Tatort” aus Dresden aus Spargründen für drei Jahre aussetzen wird. Nun kommt in Sachsen-Anhalt Widerspruch aus der Staatskanzlei. […]
Wie die Staatskanzlei in Magdeburg am Donnerstag mitteilte, schließt sich Robra dem Appell der Oberbürgermeister von Magdeburg und Dresden an, den “Polizeiruf 110” aus Magdeburg und den “Tatort” aus Dresden fortzuführen.
“Auch die Menschen in Mitteldeutschland finanzieren das Erste mit ihren Rundfunkbeiträgen”, erklärte Robra: “Der MDR sollte deshalb weiterhin dazu beitragen, dass mitteldeutsche Geschichten und Perspektiven im Gemeinschaftsprogramm präsent bleiben. Die Fortsetzung des “Polizeiruf 110′ aus Magdeburg und des Dresdner ‘Tatorts’ wäre ein wichtiges Signal.” […]
Die MDR-Krimis sind Teil des bundesweiten Sonntagabendprogramms der ARD und dort auch in der Mediathek verfügbar. “Damit tragen sie wesentlich dazu bei, mitteldeutsche Lebenswirklichkeit einem bundesweiten Publikum sichtbar zu machen”, hieß es aus der Staatskanzlei.
Robra betonte, nur, wenn die Menschen sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wiederfänden, werde dessen Akzeptanz langfristig gestärkt. Der MDR habe den Auftrag, über das Geschehen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu berichten und dabei eine mitteldeutsche Perspektive in das Gemeinschaftsprogramm der ARD einzubringen.
https://medien.epd.de/article/4832
Stadtchefs aus Dresden und Magdeburg schreiben offenen Brief an den MDR
Oberbürgermeister kämpfen für Krimis aus dem Osten
Der MDR will neue Folgen von «Tatort» und « Polizeiruf 110» vorerst nicht mehr produzieren. Jetzt schlagen die Oberbürgermeister von Magdeburg und Dresden Alarm.
Die Zukunft von «Polizeiruf 110» und Dresdner «Tatort»-Folgen sorgt für Widerstand: In einem gemeinsamen offenen Brief fordern Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) den MDR auf, das geplante Produktionsmoratorium zu überprüfen und die Formate langfristig zu sichern.
https://www.volksstimme.de/panorama/oberburgermeister-kampfen-fur-krimis-aus-dem-osten-4273521
Ein Rückzug aus den ostdeutschen Produktionsstandorten würde die mediale Präsenz der neuen Bundesländer schwächen.
Zugleich verweisen die Oberbürgermeister auf die wirtschaftliche Bedeutung der Produktionen. Von Dreharbeiten profitierten neben der Film- und Medienbranche auch Hotels, Gastronomie, Handwerksbetriebe und Technikdienstleister.
Konkret fordern Hilbert und Borris:
- Die Verantwortlichen des MDR und der ARD sollen die Entscheidungen zur Einstellung der „Polizeiruf 110“- und „Tatort“-Produktionen in Magdeburg und Dresden überprüfen.
- Die dauerhafte Sicherung ostdeutscher Ermittlerteams und Produktionsstandorte innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
- Eine transparente Bewertung der wirtschaftlichen, kulturellen und identitätsstiftenden Auswirkungen möglicher Produktionsverlagerungen.
- Die Fortführung des „Polizeiruf 110“ und des „Tatorts“ in Magdeburg und Dresden als Ausdruck einer ausgewogenen gesamtdeutschen Medienlandschaft.
Mitreden zur Fußball-WM: “logo!” und KiKA testen neues Dialog-Tool
Über den Kader der Deutschen Nationalmannschaft diskutieren, mit einem “logo!”-Moderator über die WM chatten, oder sich über die besten Fußballsnacks austauschen: Zur FIFA-Fußball WM der Männer setzt “logo!” gemeinsam mit KiKA erstmals die Tools des Public Spaces Incubators (PSI) plattformübergreifend auf logo.de und kika.de ein. Dadurch sollen insbesondere Zehn- bis 13‑Jährige verstärkt die Möglichkeit bekommen, ihre Perspektiven einzubringen, sich spielerisch mit Inhalten auseinanderzusetzen und themenbezogen miteinander zu diskutieren.
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https://www.presseportal.de/pm/7840/6302185
Quelle: DIMBB Medien








