Spotlight Oktober 2026

Oktober 2026
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SPOTLIGHT 31.10.2026

Liebe Mitglieder,

Zunächst die nächsten BVFK-Termine auf einen Blick:
4. November | BVK Jour Fixe Köln – 19:00 Uhr
KI-VFX-Integration bei Kinofilmen: Dirk Meier BVK und Joshua Seckerdieck berichten über ihren Workflow beim Kinofilm „Stille“. Filmhaus Köln. BVFK-Mitglieder sind herzlich willkommen. Weitere Informationen

5. November | BVK Jour Fixe München – 19:00 Uhr

Saletta Giesing, Konradinstr. 16. BVFK-Mitglieder sind herzlich willkommen. Weitere Informationen

5. November | BVK Jour Fixe Hamburg – 19:30 Uhr

Strand Pauli, Hafenstr. 89. BVFK-Mitglieder sind herzlich willkommen. Weitere Informationen

27.–29. November | BVFK KI-Workshop in Kooperation mit dem Filmhaus Frankfurt
„KI-Bildgestaltung – Grundlagen der KI-basierten Bildmedien“ mit BVFK-Mitglied Volker Striemer. Praxisorientierter Workshop zur KI-gestützten Bild- und Videogestaltung. Informationen und Anmeldung

5.–6. Dezember | BVK Masterclass „BEHIND the WHEELS“ – Berlin
Kurbeln auf das nächste Level bringen. Weitere Informationen und Anmeldung folgen. Aktuelle Hinweise

7. Januar 2027 | BVFK ON AIR – 18:30 bis 20:00 Uhr, online

Das digitale Austauschformat für Mitglieder von BVFK und BVK. Weitere Informationen

12.–13. Januar 2027 | BVFK Lehrgang Lichtdesign für Studio und Event
„Farbe und Bewegung – Lichtdesign für Studio & Event, Fiktion & Feature“. Informationen und Anmeldung

Alle Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen findet Ihr wie gewohnt auf unserer Eventseite BildBildHier nun die Übersicht der Themen vom Oktober 2026:

Faire Honorare, starke Weiterbildung und neue Wege der Vergütung
Der Oktober stand beim BVFK im Zeichen dreier zentraler Zukunftsthemen: der wirtschaftlichen Situation freier EB-Teams, dem Ausbau unserer Weiterbildungsangebote und dem Direktvergütungsanspruch für Urheberinnen und Urheber. In allen drei Bereichen geht es um eine entscheidende Frage: Wie können wir die beruflichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Kameraleute nachhaltig verbessern

EB-Team-Preise: Wir setzen uns für faire wirtschaftliche Bedingungen ein
EB-Team-Pauschalen müssen die tatsächlichen Kosten einer professionellen Produktion berücksichtigen. Dazu gehören die Arbeit von Kameraleuten und Assistenz ebenso wie technische Ausstattung, Versicherungen, Weiterbildung, Organisation, Reise- und Kilometerkosten sowie unternehmerische Risiken und Ausfallzeiten. Wenn eine realistische Kalkulation nicht mehr möglich ist, geraten nicht nur einzelne Dienstleister unter Druck. Langfristig steht auch die professionelle Produktionsinfrastruktur der Fernsehbranche auf dem Spiel.
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Neben der Auseinandersetzung mit ProSiebenSat.1 wollen wir die Gespräche mit dem Bayerischen Rundfunk weiterführen. Dafür brauchen wir belastbare Informationen aus der Praxis. Konkrete Ausschreibungen, vorgegebene Preisobergrenzen, Aufforderungen zur nachträglichen Preisreduzierung oder andere problematische Vergütungsmodelle helfen uns, die Entwicklung nachvollziehbar zu dokumentieren und gegenüber Auftraggebern fundiert zu argumentieren.
Deshalb hatten wir unsere Mitglieder ausdrücklich um Unterstützung gebeten. Je genauer wir die tatsächliche Situation erfassen, desto besser können wir weitere Gespräche führen und mögliche rechtliche Schritte prüfen.
Am 29. Oktober trafen wir uns in München mit betroffenen Kolleginnen und Kollegen des BR um uns zu austauschen, Erfahrungen zusammenzutragen und gemeinsame Handlungsoptionen zu entwickeln.
Auch die Prüfung einer möglichen Verbandsklage im Zusammenhang mit Sendern, die unrechtmäßigen Druck auf Euch ausüben, gehört zu den Überlegungen. Über das weitere Vorgehen werden wir auf Grundlage der rechtlichen Bewertung und der verfügbaren Fakten entscheiden.
Der BVFK kann Gespräche führen, öffentlich Stellung beziehen und rechtliche Möglichkeiten prüfen. Eine wirksame Interessenvertretung wird aber umso stärker, je besser sie die Erfahrungen ihrer Mitglieder also von EUCH abbilden kann. Deshalb ist Eure Beteiligung gerade bei diesem Thema besonders wichtig.
BildWeiterbildung: Der BVFK entwickelt neue Perspektiven für seine Mitglieder
Wir wollen den BVFK als kompetenten Anbieter beruflicher Weiterbildung weiterentwickeln und unsere Angebote stärker mit anerkannten Bildungsstrukturen verknüpfen. Die Zusammenarbeit mit dem Erich Pommer Institut (EPI) bietet dafür eine wichtige Perspektive. In den Gesprächen bringen wir unsere Vorstellungen zu praxisnahen Lehrgängen und Workshops ein. Unser Ziel ist ein systematisches Weiterbildungsangebot, das sich am Berufsbild und an den tatsächlichen Anforderungen unserer Mitglieder orientiert.

Dabei geht es nicht allein um einzelne Seminare. Wir wollen Kameraleuten Zugang zu neuem Wissen, technischen Entwicklungen und zusätzlichen beruflichen Möglichkeiten eröffnen. Dafür konkretisieren wir mehrere Angebote:

Studiokamera-Lehrgang – der „Pumpenführerschein“
Gemeinsam mit der Sächsischen Filmakademie bereiten wir einen viertägigen Lehrgang zur professionellen Führung von Studiokameras vor. Eine Vorbesichtigung im Kinderkanal-Studio des MDR in Erfurt hat bereits stattgefunden. Der Kurs ist für das Frühjahr 2027 geplant.
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Neben dem praktischen Umgang mit Studiokameras soll auch die erforderliche Unterweisung für den sicheren Einsatz von Kamerapedestals berücksichtigt werden. Damit verbinden wir fachliche Qualifizierung mit einem wichtigen Aspekt der Arbeitssicherheit. Weitere Informationen zur Anmeldung werden rechtzeitig veröffentlicht. Interessierte Mitglieder können sich bereits unter office@bvfk.tv melden.

Lichtdesign: Technik und Gestaltung verbinden
Am 12. und 13. Januar 2027 findet ein 2-tägiger Lehrgang „Lichtdesign“ in München statt.
Im Mittelpunkt stehen moderne Lichttechnik, Moving Lights und Lichtsteuerung für Studio- und Eventproduktionen. Die Teilnehmenden sollen erfahren, wie sich technische Möglichkeiten gezielt für die gestalterische und dramaturgische Arbeit einsetzen lassen. Anmeldung, siehe oben.

Weitere Lehrgänge und Workshops
Auch die Planung weiterer Qualifizierungen läuft. Beim Remote-System-Operator-Lehrgang werden mögliche Veranstaltungsorte und die organisatorischen Voraussetzungen geprüft. Mit dem Filmhaus Frankfurt und weiteren Bildungspartnern wollen wir zusätzliche Seminare für 2027 entwickeln.
Ein weiteres Angebot ist der für Ende November geplante KI-Workshop in Kooperation mit dem Filmhaus Frankfurt. Er soll zeigen, wie sich KI-basierte Bildgestaltung praktisch nutzen lässt und welche fachlichen, rechtlichen und kreativen Fragen dabei zu beachten sind.

Alle diese Vorhaben verfolgen ein gemeinsames Ziel: Weiterbildung soll unseren Mitgliedern im Berufsalltag konkret helfen, ihre Kompetenzen erweitern und sie auf Veränderungen in der Branche vorbereiten.
BildDirektvergütungsanspruch: Eine wichtige Chance für Kameraleute
Neben den unmittelbaren Honorarfragen beschäftigt uns ein Thema, das für die langfristige wirtschaftliche Zukunft unseres Berufsstands große Bedeutung haben kann: der Direktvergütungsanspruch (DVA).
Beim parlamentarischen Abend der VG Bild-Kunst im Oktober stand dieses Modell im Mittelpunkt. Der Grundgedanke: Urheberinnen und Urheber sollen unter bestimmten Voraussetzungen eine angemessene Vergütung auch dann erhalten können, wenn sie nicht direkt mit dem Unternehmen verbunden sind, das ihre Werke wirtschaftlich nutzt.
Nach der derzeitigen Position der VG Bild-Kunst könnte sich der Direktvergütungsanspruch mittelfristig an die Stelle bisheriger Gesamtvergütungsregelungen (GVR) entwickeln. Eine parallele Existenz von DVA und GVR wird dort derzeit nicht als Ziel verfolgt; die Koexistenz mit Tarifverträgen wird dagegen ausdrücklich als möglich und erstrebenswert angesehen. Diese Entwicklung müssen wir aufmerksam begleiten und aus Sicht der Kameraleute bewerten.
Für unsere Berufsgruppe könnte der DVA von erheblicher Bedeutung sein. Viele Fernsehkameraleute arbeiten solo-selbstständig und verfügen nicht über ein festes Honorargerüst oder tariflich abgesicherte Vergütungsstrukturen. Zugleich werden ihre schöpferischen Leistungen in sehr unterschiedlichen Produktions- und Verwertungszusammenhängen genutzt. Ein sinnvoll ausgestalteter Direktvergütungsanspruch könnte hier eine zusätzliche wirtschaftliche Perspektive eröffnen.
Wir müssen deshalb frühzeitig dafür sorgen, dass die besonderen Arbeits- und Produktionsbedingungen von Kameraleuten in die Entwicklung eines solchen Modells einfließen. Dazu gehören beispielsweise kurze Beiträge für Streaming-Plattformen, YouTube und soziale Netzwerke, Produktionen unter drei Minuten, Mehrkamera-Produktionen im Live- und Aufzeichnungsbetrieb sowie Produktionen, bei denen mehrere Kameraleute zusammenarbeiten. Auch zusätzliche Realisations- oder Regieleistungen, die EB-Kameraleute häufig übernehmen, müssen bei der Betrachtung berücksichtigt werden.
Hinzu kommt die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Audiovisuelle Werke können für das Training von KI-Systemen oder für neue kommerzielle Anwendungen genutzt werden. Umso wichtiger werden Transparenz über die Nutzung, angemessene Vergütung und wirksame Möglichkeiten, bestehende Rechte geltend zu machen.
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Der BVFK will sich deshalb aktiv in die rechtliche und politische Diskussion einbringen. Beim parlamentarischen Abend konnten wir die Interessen unserer Berufsgruppe bereits gegenüber der VG Bild-Kunst, deutlich machen. Ein weiterer Austausch ist vorgesehen.
Dabei gilt: Der Direktvergütungsanspruch ist kein bereits gesicherter zusätzlicher Vergütungsanspruch für jedes Werk und jede Nutzung. Entscheidend wird sein, wie die rechtlichen Grundlagen und das konkrete Modell ausgestaltet werden. Genau deshalb ist es wichtig, dass der BVFK seine Perspektive frühzeitig einbringt. Es geht darum, für unsere Mitglieder zusätzliche Möglichkeiten fairer Vergütung zu erschließen, ohne bestehende Rechte und Instrumente vorschnell aufzugeben.BildDer BVFK auf der LeAtcon
Auf der LEaTcon – Messe in Hamburg – war der BVFK zum 2. Mal hintereinander vertreten. Wir konnten Gespräche mit weiteren möglichen Partnern führen. Das eröffnet nicht nur Chancen unser Bildungsangebot Angebot fachlich zu stärken, sondern auch neue Partner zu gewinnen.
Des weiteren hatten wir uns in 2 Podcasts intensiv mit den Herausforderungen der KI in unserem Berufsbild beschäftigt.BildWeitere Angebote und Informationen für Mitglieder
Auch unsere Informations- und Beratungsangebote entwickeln wir weiter. Die Formate BVFK ON AIR und BVFK-RECHTECK werden künftig jeweils einmal pro Quartal stattfinden. Damit wollen wir die Termine besser vorbereiten und ihnen mehr Raum geben. Beim RECHTECK steht die vertrauliche Besprechung individueller Rechtsfragen mit unserem Rechtsanwalt im Mittelpunkt. Eine individuelle Beratung kann bei konkretem Bedarf auch unabhängig von den festen Terminen angefragt werden: recht@bvfk.tv.
Darüber hinaus haben wir über die Beantragung des bundeseinheitlichen Presseausweises für 2027 informiert. Der BVFK setzt die Zusammenarbeit mit dem Medienverband der freien Presse fort und stellt berechtigten Mitgliedern die erforderliche Bescheinigung aus. Wer den Ausweis benötigt, sollte den Antrag rechtzeitig stellen und die Hinweise auf unserem Newsletter vom 9.10. beachten (s.u.).  BildGemeinsam die berufliche Zukunft gestalten
Der Oktober zeigt, wie eng faire Honorare, rechtliche Rahmenbedingungen und Weiterbildung miteinander verbunden sind. Wir setzen uns für wirtschaftlich tragfähige EB-Team-Preise ein, entwickeln konkrete Qualifizierungsangebote und arbeiten daran, dass die schöpferische Leistung von Kameraleuten auch bei neuen Formen der Verwertung angemessen berücksichtigt wird.

Viele dieser Aufgaben brauchen einen langen Atem. Umso wichtiger sind belastbare Informationen aus der Praxis, verlässliche Partner und die Beteiligung unserer Mitglieder. Eure Erfahrungen und Rückmeldungen helfen uns, Forderungen zu begründen, Gespräche zielgerichtet zu führen und neue Möglichkeiten für unseren Berufsstand zu erschließen.

Herzliche Grüße
Euer BVFKBildHier die Newsletter und die aktuellen Meldungen im September

Newsletter:

Presseausweis und neue Impulse für unsere Mitglieder
EB-Teampreise: Jetzt gemeinsam handeln – und eine Chance für bessere Konditionen nutzen
Urheberrecht im KI-Zeitalter: Wir bauen am Fundament unseres Berufsstands
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Aktuelle Meldungen:
1.10.: WDR-Umbau: “Wir schneiden viele, auch durchaus erfolgreiche Äste ab”
2.10.: RTL Deutschland verlängert Sportrecht
5.10.: Das Denken in Streamingformaten verändert auch den Fernsehjournalismus: vom Beitrag zur Dokuserie
7.10.: Kurswechsel: Wie die ARD ihren Film- und Serienverkauf neu aufstellen will
9.10.: WDR erzielt 54,5 Millionen Euro Überschuss
12.10.: ARD und ZDF: 24 Sender vor dem Aus – und so geht es weiter
12.10.: 3. Liga bleibt langfristig bei der Telekom
12.10.: VG Bild-Kunst trommelt für Direktvergütung
14.10.: Journalistische Rohaufnahmen sind kein frei verfügbares Beweismittelarchiv
15.10.: KI fasst künftig News von BR24 und “Tagesschau” zusammen
16.10.: Nach dem Oscar folgt der Emmy: Curt O. Schaller für TRINITY 2 ausgezeichnet
21.10.: Streaming überholt 2026 erstmals lineare Umsätze in Deutschland
22.10.: Pro7Sat.1: “Wer etwas verändern will, muss auch Veränderungen vornehmen”
23.10.: ARD plant große Sender-Allianz für ESC-Vorentscheid 2028
26.10.: Gutachten zum Medienmarkt 2035: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk als wichtiger Partner für eine starke Medienbranche
27.10.: Wolfram Weimer fordert Neuerfindung von ARD und ZDF.
27.10.: Netflix und KI-Klauseln: Streit um Synchronstimmen erreicht das Bundeskartellamt
28. 10.: Umbau bei ARD-aktuell: Was 2027 nach dem Aus von Tagesschau24 folgt
29.10.: Bayerischer Rundfunk setzt auf KI – geht er damit zu weit?
30.10.: ARD und ZDF stellen drei Spartenkanäle ein – und dann?

[sharrif]

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