3. Juni 2026

bvft nimmt Stellung zum MedienInvestitionsgesetz – wichtige Impulse für den Produktionsstandort Deutschland

Die Berufsvereinigung Filmton e. V. (bvft) hat zum Referentenentwurf des geplanten MedienInvestitionsgesetzes (MedienInvestVG) Stellung genommen und dabei wichtige Anregungen zur Stärkung des Produktionsstandorts Deutschland eingebracht.

Grundsätzlich begrüßt der bvft das Ziel des Gesetzes, Investitionen in europäische audiovisuelle Werke zu fördern und die Wertschöpfung in Deutschland und Europa nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig weist der Verband darauf hin, dass eine echte Stärkung des Standorts nicht allein durch Investitionen in Produktionen erreicht wird, sondern auch durch die gezielte Förderung der zahlreichen filmtechnischen Dienstleister und Postproduktionsbetriebe, die einen wesentlichen Teil der audiovisuellen Wertschöpfungskette ausmachen.

In seiner Stellungnahme regt der bvft unter anderem an, Investitionen in deutsche Postproduktionsleistungen stärker zu berücksichtigen, Anreize für tatsächlich in Deutschland realisierte Produktionen zu schaffen und die heimische Synchron- und Untertitelungsbranche zu stärken.

Aus Sicht des BVFK betrifft diese Diskussion die gesamte Film-, Fernseh- und Medienbranche. Die Frage, ob Produktionen, Postproduktion und kreative Dienstleistungen in Deutschland stattfinden oder ins Ausland verlagert werden, hat unmittelbare Auswirkungen auf Beschäftigung, Qualifikation, Infrastruktur und die Zukunftsfähigkeit des Produktionsstandorts Deutschland.

Der BVFK begrüßt daher ausdrücklich das Engagement des bvft in diesem wichtigen Gesetzgebungsverfahren. Die Stellungnahme macht deutlich, dass die Herausforderungen unserer Branche nur gemeinsam und gewerkeübergreifend adressiert werden können. Die Interessen von Kreativen, technischen Dienstleistern und Produktionsunternehmen sind dabei eng miteinander verbunden.

Wir danken dem bvft für seinen Einsatz und die konstruktiven Impulse zur Weiterentwicklung des MedienInvestitionsgesetzes und werden die weitere Entwicklung des Verfahrens aufmerksam begleiten

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