Deutsche Medienhäuser schlagen Alarm: Wegen drastischer US-Visabeschränkungen bitten ARD, ZDF, BDZV und Co. Bundeskanzler Friedrich Merz um diplomatische Hilfe. Alle Details.
Im Streit um die drastische Verkürzung von US-Journalistenvisa formiert sich ein in dieser Breite selten da gewesener Schulterschluss der deutschen Medienlandschaft: Öffentlich-rechtliche Anstalten, private Sendergruppen und führende Verlegerverbände haben sich in einem dringenden Appell gemeinsam an Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul gewandt. Der Grund ist das bevorstehende Inkrafttreten neuer US-Visa-Regeln am 15. September 2026. Die Medienhäuser fordern die Bundesregierung auf, mit allen zur Verfügung stehenden diplomatischen Mitteln einzuschreiten, um einen gefährlichen Präzedenzfall für Einschränkungen der Pressefreiheit durch demokratische Staaten abzuwenden.
Am 15. September soll in den USA eine neue Regelung in Kraft treten, nach der Visa für Journalisten nur noch 240 Tage gültig sein sollen. Eine Verlängerung um weitere 240 Tage sei möglich, aber umständlich und mit unklaren Prozeduren verbunden. “Wir kennen ähnliche Zeitspannen nur aus Staaten, die die Meinungsfreiheit begrenzen oder Berichterstattung erschweren wollen”, so die Chefs der Häuser und Verbände. Man sei zutiefst besorgt, dass nun auch die Vereinigten Staaten diese Richtung einschlagen, so die Erklärung weiter.
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Die Medienvertreter betonten zudem die Bedeutung der Korrespondentenbüros für die Berichterstattung. Eine freie Meinungsbildung auf Grundlage unvoreingenommener Informationen sei ein Eckpfeiler von Demokratien. Büros in den USA, etwa in Washington und New York, gehörten traditionell zu den wichtigsten Auslandsvertretungen deutscher Medienunternehmen.
Quelle: DIMBB Medien










