1. Juni 2026

RBB sieht Einsparziel “voll erreicht”

Im August 2025 hatte der RBB ein Freiwilligenprogramm mit Vorruhestands- und Abfindungsregelungen gestartet. Dadurch haben bis heute 114 Beschäftigte den Sender verlassen.

Die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Ulrike Demmer, sieht den Sender beim bisherigen Sparprogramm auf Kurs. Nach aktuellem Stand würden sich die Einsparungen für die Jahre 2026 bis 2028 auf 45 Millionen Euro belaufen, sagte Demmer am Donnerstag in einer Sitzung des RBB-Rundfunkrates.

Unter Einbeziehung von Mehrerträgen und Effekten aus einem sogenannten Anspracheprogramm, bei dem 114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Vorruhestands- oder Abfindungsvereinbarungen den Sender verlassen haben, habe der RBB “sein Einsparziel voll erreicht”. Im Wirtschaftsplan 2026 sei das strukturelle Defizit, “also die dauerhaft im Haushalt fehlenden 8,8 Millionen Euro”, ausgeglichen worden. […]

60 Prozent der 45 Millionen Euro an Einsparungen seien dabei auf Festangestellte entfallen, 25 Prozent auf freie Mitarbeitende und nur 16 Prozent auf Sachmittel. Im RBB-Wirtschaftsplan 2026 waren 1.473,5 Planstellen ausgewiesen.

https://medien.epd.de/article/4709

 

Landesarbeitsgericht bestätigt RBB-Kündigung von Formen-Mohr

Vor mehr als dreieinhalb Jahren hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg seine damalige Intendanz-Leiterin Verena Formen-Mohr fristlos entlassen. Nun hat das Landesarbeitsgericht die Kündigung bestätigt. […]

Dies entschied das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am Freitag nach einer erneuten mündlichen Verhandlung in Berlin. Die Entlassung war 2022 im Zuge der RBB-Krise unter anderem wegen Unregelmäßigkeiten bei Rechnungen erfolgt. Der Sender müsse Formen-Mohr zwar wie beantragt ein Zwischenzeugnis ausstellen, sagte der Vorsitzende Richter Mathias Maul-Sartori. Aber: “Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.” (AZ: 12 Sa 861/23)

Die Rechtsvertreter des RBB hatten am Freitag erneute Vergleichsverhandlungen ausgeschlossen. In den bereits zuvor geführten Verhandlungen hätten die Vorstellungen beider Seiten “Lichtjahre auseinander” gelegen, sagte ein Vertreter des Senders in der mündlichen Verhandlung. Dem Vorsitzenden Richter zufolge hatte der RBB Formen-Mohr im Zuge der Kündigung vom Oktober 2022 eine Abfindung in Höhe von 30.000 Euro und eine offizielle Weiterbeschäftigung bis Ende 2022 angeboten. Ihr Vertrag wäre regulär Mitte 2025 ausgelaufen. Sie war nach Gerichtsangaben ab 2016 beim RBB beschäftigt.

https://medien.epd.de/article/4713

 

Quelle: DIMBB Medien

 

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