Mehrere Gewerkschaften haben am Donnerstag bei WDR und NDR zu Warnstreiks aufgerufen. Die gewerkschaften fordern eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, die Sender bieten hingegen erheblich weniger.
Seit 2 Uhr nachts wird der Westdeutsche Rundfunk für 24 Stunden bestreikt, auch im NDR ist für den Donnerstag ein Warnsteik angesetzt, im BR gab es eine “aktive Mittagspause” der Gewerkschaften. Im Falle des WDR war die vierte Verhandlungsrunde mit den beteiligten Gewerkschaften ver.di, DJV, Unisono und VRFF in dieser Woche ergebnislos zu Ende gegangen. Während die Gewerkschaften auch mit Blick auf die befürchtete nächste Inflationswelle eine deutliche Gehaltserhöhung um sieben Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr fordern, bieten die Sender bislang nur minimale Gehaltssteigerungen an und wollen das gleich auf drei Jahre festlegen. […]
Der WDR bietet bislang lediglich eine Nullrunde für 2026 und für die Jahre 2027 und 2028 dann tarifliche Steigerungen um jeweils ein Prozent an. Falls die Politik der Erhöhung des Rundfunkbeitrages noch zustimmt, soll es 2027 und 2028 nach Vorstellungen des WDR zwei Prozent mehr Geld geben, ähnlich sieht es auch bei den anderen Anstalten aus.Dies liege sogar noch unter der von der KEF zugebilligten Steigerungsrate im Personalaufwand von 3,0 Prozent pro Jahr, heißt es vom VRFF. VRFF-Verhandlungsführer Matthias Kopatz kritisiert auch die Verknüpfung mit der Beitragserhöhung: “Das unternehmerische Risiko soll voll auf jeden Mitarbeitenden im WDR für 35 Monate durchgereicht werden – in Zeiten, in denen riesige Inflationssprünge prognostiziert werden.”
https://www.dwdl.de/nachrichten/106338/stockende_verhandlungen_warnstreiks_bei_wdr_ndr_und_br/
In den einzelnen Sendeanstalten wird eigenständig verhandelt. Im NDR kam es bereits im April zum Warnstreik. „Statt auf jedoch auf unsere Forderungen einzugehen und ein verbessertes Angebot vorzulegen, konfrontierte der NDR die Gewerkschaften mit eigenen Forderungen – darunter eine Ausdehnung des Ausgleichszeitraums für Überstunden auf bis zu zwölf Monate. Das wäre eine zusätzliche Belastung für uns Beschäftigte. Wir stehen bereits heute unter hohem Arbeitsdruck“, kritisiert auch Almut Hamdorf, stellvertretende Vorsitzende von ver.di im NDR.
https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/erneute-ver-di-streiks-in-der-ard-107499
Quelle: DIMBB Medien










