Der Tarifstreit beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) erreichte Mitte Juni eine neue Eskalationsstufe. Ein zweitägiger Warnstreik der Gewerkschaften ver.di, DJV und Unisono legte Teile des Programms lahm. Indes hatte der WDR sich in der vorangegangenen Verhandlungsrunde mit der VRFF (Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden) auf einen Abschluss geeinigt – ohne die drei Gewerkschaften einzubeziehen. Heute gehen die Verhandlungen mit den Gewerkschaften weiter. […]
Mark Hassenzahl, einer der beiden Vorsitzenden des Senderverbands ver.di im WDR, warnt gegenüber „M“ vor einem “Pilotabschluss” außerhalb des Öffentlichen Dienstes. Ein solcher Abschluss könne in anderen ARD-Anstalten als Maßstab genutzt werden und damit die Löhne und Honorare in der ganzen Gruppe unter Druck setzen. Sein Appell: Nicht vorschnell einen Alleingang eines einzelnen Verbandes übernehmen, sondern auf eine umfassende, branchenweite Lösung hinarbeiten.
https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/weitere-tarifverhandlungen-im-wdr-108335
Quelle: DIMBB Medien








