Henrik Pabst ist beim angeschlagenen Medienkonzern Pro Sieben Sat 1 für das Programm zuständig. Er erklärt, warum er ausgerechnet jetzt, wo alle auf Streaming setzen, einen neuen linearen Sender startet. […]
Wir haben Zuschauerinnen und Zuschauer im Alter von 45 bis 65 Jahren im Visier. Da gibt es eine hohe Nachfrage an großen fiktionalen Serien, die man noch sehr gut von früher kennt. Dazu wird „Der Bulle von Tölz“ und „Kommissar Rex“ gehören und viele alte Dailys wie „Verliebt in Berlin“. Es kann aber auch ein paar tagesaktuelle Ausflüge geben. Das Schöne: Die Werbewirtschaft hat auch positive Signale gegeben. […]
Unsere Zielgruppensender wie Sat 1 Gold, Sixx oder Pro Sieben Maxx haben in den letzten 18 Monaten 0,9 Prozentpunkte gewonnen. Da gibt es also Potenzial. Ich möchte hier aber ganz klar hinterlegen, dass Sat 2 Teil eines viel größeren Puzzles ist. […]
Unsere linearen Sender sind heute eine tragende Wand – aber nicht mehr das ganze Gebäude. Früher galt: Eine Show läuft auf Pro Sieben, fertig. Heute denken wir anders: Ein starkes Format ist eine Marke, die dort lebt, wo ihre Zuschauer sind – linear, auf Joyn, Youtube, Tiktok oder bei Streaming-Partnern. Für jeden Inhalt finden wir die richtige Ausspielung und ein individuelles Monetarisierungskonzept. Wir denken Inhalte zukünftig als 360-Grad-Investitionen. […]
Ich bin einfach zuversichtlich, wenn ich auf die kommenden 18 Monate schaue. Wir werden auf unseren Plattformen sieben Weltmeisterschaften zeigen, darunter sind die Handball-WM in Deutschland im Januar 2027, die Frauen-Basketball-WM in Deutschland, die Eishockey-WM in Deutschland, die Basketball-WM der Männer, Darts, Rugby. Wenn wir große Sportmarken, etablierte Unterhaltungsprogramme und gute Informationssendungen haben, ist das ein gutes Versprechen.
Quelle: DIMBB Medien









