30. Oktober 2026

ARD und ZDF stellen drei Spartenkanäle ein – und dann?

Drei lineare Minikanäle von ARD und ZDF fallen bald weg. Ihr Fehlen dürften wenige bemerken, gespart wird dadurch kaum, und eine Strategie ist bei den Öffentlich-Rechtlichen nicht zu erkennen. Es mangelt an Grundsätzlichem. […]

Die drei TV-Kanäle, die vom 1. Januar an nicht mehr zu empfangen sind, kosten laut Berechnung der Beitragskommission KEF jährlich 31 Millionen Euro. Fallen sie weg, beträgt die jährliche Einsparung – bei Gesamteinnahmen von jährlich 10,4 Milliarden Euro – 0,298 Prozent für ARD und ZDF. Die KEF hatte den Spareffekt schon in einem Sonderbericht von 2024 selbst relativiert: „Eine mögliche Einsparung bei Einstellung einzelner Programme“ umfasse „nicht vollständig den dargestellten Gesamtaufwand der Partner- und Spartenprogramme“. Die Selbstkosten beinhalteten Positionen, die nur langfristig abbaubar seien, und „Gemeinkosten“, die „als Umlagen verrechnet werden und nicht proportional abbaubar sind“. Ein konkretes Sparpotential für den Zeitraum 2025 bis 2028 lasse sich nicht benennen. […]

Es ist also nicht damit getan, die Zahl der Programme so zu reduzieren, dass die „Verluste“ für ARD und ZDF so gering wie möglich ausfallen. Der Staatsvertrag verlangt ein gemeinsames Konzept, mehr Tempo bei der Digitalisierung und eine Einsparung an Beitragsmitteln. Veränderungen um der Veränderung willen sind nicht gefragt. Ein Vorteil für alle Zuschauer und Beitragszahler ist bei der Angebotsreduzierung bisher leider nicht zu erkennen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/ard-und-zdf-fehlt-strategie-fuer-spartenprogramme-accg-201625642.html

Quelle: DIMBB

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